Mensch und Maschine trotzt Krisenstimmung
Mensch und Maschine trotzt Krisenstimmung
sck München – Der Softwarespezialist Mensch und Maschine (MuM) betrachtet sich in Bezug auf seine Prognose gegen die negativen Folgen der Coronavirus-Pandemie als weitgehend immun. Zur Bilanzvorlage bekräftigte Firmengründer und Vorstandschef Adi Drotleff die aus seiner Sicht ambitionierten Ziele für 2020 und 2021 “mit nachhaltigem Umsatz- und Gewinnwachstum sowie steigenden Dividenden”.In einer Telefonkonferenz mit Analysten und Journalisten begründete er seine Zuversicht unter anderem damit, dass das Geschäftsmodell gut skalierbar sei und MuM die Kosten im Griff habe. Zudem habe China bei der Pandemie “das Loch durchschritten”. Daher ist Drotleff nach eigenen Worten davon “klar überzeugt, dass das Unternehmen in den Prognosebandbreiten landen wird”. Für 2020/21 peilt MuM einen Umsatzzuwachs von 10 bis 12 % und ein Plus von 18 bis 24 Cent pro Jahr beim Nettogewinn je Aktie mit einer um jeweils 15 bis 20 Cent höheren Dividende an.Der Vorstandschef wies darauf hin, dass im Ausblick bereits ein “Puffer” eingearbeitet sei. In den Prognose seien die Auswirkungen der Coronakrise für das Unternehmen berücksichtigt. Nach seinen Angaben beeinträchtigt das Virus unter anderem Computerschulungen für Kunden.In einem von der Coronakrise geprägten Markt büßte die MuM-Aktie zeitweise bis zu 13 % an Wert ein, begrenzte die Kursverluste und ging mit 33,10 Euro (-6,2 %) aus dem Xetra-Handel. Drotleff hält 44,2 % des Grundkapitals.In den endgültigen, testierten Zahlen für das vergangene Jahr schnitt MuM einen Tick besser ab als in den vor einem Monat kommunizierten vorläufigen Eckdaten (vgl. BZ vom 12. Februar). Das Unternehmen steigerte den Nettogewinn je Aktie auf 0,99 (i.V. 0,72) Euro. Im Februar meldete MuM 0,97 Euro je Papier. Aufgrund dessen fällt der angekündigte Dividendenzuwachs noch höher aus. MuM kündigte an, 0,85 (0,65) Euro je Anteilschein an die Aktionäre auszuschütten. Das sind 2 Cent mehr je Aktie als zuvor gemeldet. MuM überweist an die Eigentümer damit 86 (90)% des erwirtschafteten Überschusses. Die Ausschüttungssumme beträgt 14 (10,6) Mill. Euro.