Norma jetzt auch im Umsatz Milliardär
Norma jetzt auch im Umsatz Milliardär
wb Frankfurt – In der Marktkapitalisierung ist Norma schon lange Milliardär, nun hat es der Spezialist für Verbindungstechnologie auch im Umsatz geschafft: Das MDax-Unternehmen hat nach noch nicht testierten Angaben die Erlöse 2017 um 13,7 % auf 1,02 Mrd. gesteigert und damit über die Milliardenmarke gehievt. Der Börsenwert liegt aktuell bei gut 1,8 Mrd. Euro.Gründe für das Wachstum des Zulieferers im letzten Turnus des langjährigen Vorstandschefs Werner Deggim seien das Anziehen der globalen Produktion von Pkw und Nutzfahrzeugen und die deutlich schneller als erwartet verlaufene Erholung des US-Markts für Lkw und landwirtschaftliche Maschinen. Die Zukäufe von Autoline, Lifial und Fengfan trugen ebenfalls zum Wachstum bei.Das organische Wachstum betrug den weiteren Angaben zufolge 8,6 %. Die drei Akquisitionen trugen mit 57 Mill. Euro und damit etwas stärker als erwartet zum Wachstum bei. Währungseffekte wirkten sich mit 1,4 % negativ aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) wuchs um 10,8 % auf 174,5 Mill. Euro. Die bereinigte Marge ging aufgrund gestiegener Rohstoffpreise leicht zurück, blieb aber mit 17,2 (i.V. 17,6) % im Rahmen der Prognose von über 17 %. Die Nettoschulden samt Sicherungsinstrumenten sanken zum Bilanzstichtag von 394 Mill. auf 345 Mill. Euro. Brutto steht Norma mit 498 (558) Mill. Euro in der Kreide. Die Eigenkapitalquote stieg auf 40,6 (36,2) %, und der Leverage (Nettoschulden zu Ebitda) ging von 2,1 auf 1,7 zurück. Das Verhältnis von Nettoschulden zu Eigenkapital wurde von 0,8 auf 0,6 verbessert. Als operativer Cash-flow werden 133 Mill. nach 148 Mill. Euro im Jahr zuvor ausgewiesen.Das Überschreiten der Marke von 1 Mrd. Euro Umsatz nennt der neue CEO Bernd Kleinhens einen “Meilenstein in der Wachstumsgeschichte” von Norma. Infolge der Investitionen in Forschung und Entwicklung, Werke, Testlabore und Systeme sei das Unternehmen auch für künftiges Wachstum gerüstet.Die bereinigte Ebita-Marge lag im Schlussquartal bei 15,8 (16,2) %. Die Absenkung des US-Körperschaftsteuersatzes von 35 auf 21 % führt einmalig zu nicht zahlungswirksamen latenten Steuererträgen von 33,9 Mill. Euro im vierten Quartal. Dieser Einmaleffekt werde im bereinigten Periodenergebnis und damit auch im bereinigten Ergebnis je Aktie nicht einbezogen.