PNE bleibt in Coronakrise gelassen

Windparkprojektierer zahlt Dividende - Eigenbetrieb von Windparks im Visier

PNE bleibt in Coronakrise gelassen

ste Hamburg – Der Windparkprojektierer PNE geht derzeit nicht von gravierenden Belastungen durch die Coronakrise aus. Wie das Unternehmen aus Cuxhaven bei Vorlage seiner Jahresbilanz 2019 erklärte, werden in diesem Jahr Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen auf das kommende Jahr sowie vom Jahr 2021 auf den nächstfolgenden Turnus für möglich gehalten. Mittel- bis langfristig sollte es jedoch zu keiner wesentlichen Auswirkung auf das Geschäft kommen, so die aktuelle Einschätzung.Die Liquiditätsposition der Gesellschaft lasse genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können, erklärte Vorstandschef Markus Lesser. Die möglichen Verschiebungen sind in der Prognose, die in diesem Jahr ein operatives Ergebnis von 15 Mill. bis 20 (i. V. 31,6) Mill. Euro sowie ein Betriebsergebnis (Ebit) von 5 Mill. bis 10 (19) Mill. Euro avisiert, ebenso berücksichtigt wie Investitionen in den Aufbau des Eigenbestandsportfolios. Der Konzern, der 2019 auch unter dem Strich mit 0,7 (-1) Mill. Euro schwarze Zahlen schrieb und eine im Vorjahresvergleich unveränderte Dividende von 0,04 Euro je Aktie zahlen will, will den Eigenbetrieb von Windparks stärken, um Erlöse und Ergebnisse zu steigern und um in der Projektierung übliche Schwankungen abzufedern. Dies sei nun früher als geplant möglich. Die Windparks, die bisher im Rahmen eines zum Verkauf bestimmten Windparkportfolios 2020 entwickelt und bereits betrieben würden, will PNE im eigenen Bestand halten, selbst betreiben und von den regelmäßigen Erlösen aus der Stromerzeugung profitieren.Derzeit betreibt das Unternehmen, das an der Börse 304 Mill. Euro wert ist und hinter dem nach einer Übernahmeofferte im Herbst die zu Morgan Stanley gehörende Photon Management als größter Aktionär mit einem Anteil von 39,8 % steht, Windparks mit einer installierten Nennleistung von 130,1 Megawatt (MW) selbst. Der Bestand an eigenen Projekten, vornehmlich in Deutschland, soll bis Ende 2023 auf bis zu 500 MW ausgebaut werden. Einzelne Projekte, vor allem im Ausland, sollen aber in die Vermarktung gehen.