PSA trifft Vorbereitungen für Produktionsaufnahme

Gewerkschaft warnt vor zu frühem Start

PSA trifft Vorbereitungen für Produktionsaufnahme

wü Paris – Opel-Mutter PSA bereitet die progressive Wiederaufnahme der Mitte März gestoppten Produktion in ihren europäischen Werken vor. Sie arbeitet gerade an entsprechenden Zeitplänen, die sowohl die aktuelle Situation hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie in den einzelnen Ländern als auch die Kapazität der Zulieferer, das Wiederanlaufen der Produktion zu begleiten, berücksichtigen sollen. Zudem hat der Automobilkonzern, zu dem die Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel und Vauxhall gehören, Sicherheitsmaßnahmen erarbeitet, damit sich die Arbeiter in den Werken nicht anstecken.Französische Gewerkschaften warnten die Konzernleitung, die Produktion “von Autos, die sich nicht verkaufen” nicht zu früh wiederaufzunehmen und lieber den Höhepunkt der Pandemie abzuwarten. Man werde bezüglich der Gesundheit der Mitarbeiter keine Kompromisse eingehen, versprach PSA-Chef Carlos Tavares. In Frankreich ist die Ausgangssperre bis zum 15. April verlängert worden. Beobachter gehen davon aus, dass sie nochmals bis Ende April ausgedehnt wird – mindestens. Im chinesischen Wuhan dagegen, wo jetzt die Ausgangssperren allmählich gelockert werden, haben sowohl PSA als auch Renault in ihren mit Dongfeng gemeinsam betriebenen Werken die Produktion in den letzten Tagen langsam wiederaufgenommen.PSA ist zusammen mit Valeo, Schneider Electric und FSA auch Teil eines Konsortiums unter der Leitung von Air Liquide Medical Systems, das auf Bitten von Präsident Emmanuel Macron in Frankreich jetzt die Produktion von Beatmungsmaschinen erhöhen soll. Wie der Automobilkonzern mitteilte, montieren dafür mehr als 50 Mitarbeiter, die sich freiwillig gemeldet haben, in dem in Poissy bei Paris gelegenen PSA-Werk Beatmungsgeräte für Air Liquide Medical Systems. Die Opel-Mutter will den Medizingerätehersteller auch mit freiwilligen Mitarbeitern aus der Forschungs- und Entwicklungseinheit unterstützen.Die Peugeot-Aktie legte Dienstag in Paris 3,4 % auf 12,16 Euro zu.