Puma erhöht abermals Jahresprognose
Puma erhöht abermals Jahresprognose
sck München – Der Sportartikelhersteller Puma hat nach guten Quartalszahlen seine Jahresprognose für den Umsatz und das Ergebnis zum dritten Mal in Folge angehoben. Das Unternehmen aus Herzogenaurach bei Nürnberg teilte ad hoc mit, nun einen währungsbereinigten Umsatzzuwachs zwischen 14 und 16 % anzupeilen. Zuletzt stellte Vorstandschef Bjørn Gulden einen Anstieg in einer Bandbreite von 12 bis 14 % in Aussicht. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet er mit einem Zuwachs auf 235 bis 245 (i.V. 128) Mill. Euro. Damit würde sich der operative Gewinn 2017 fast verdoppeln. Das wäre das beste Konzernergebnis seit fünf Jahren. Das Management hatte zuvor beim Ebit eine Bandbreite zwischen 205 und 215 Mill. Euro im Visier. Zuletzt hob die Konzernleitung ihre Prognose im Juli an (vgl. BZ vom 18. Juli). Tagessieger im SDaxDie Anleger nahmen die Nachricht begeistert auf. Die Puma-Aktie sprang in der Spitze um 5,8 %, gab einen Teil der Kursgewinne wieder ab und beendete den Xetra-Handel bei 352,75 Euro (+ 4,1 %). Das Papier war damit Tagessieger im SDax. Der Nachbar von Adidas bringt nunmehr 5,3 Mrd. Euro auf die Waage.Nach vorläufigen Unternehmensangaben steigerte Puma den Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 17 % auf über 1,1 Mrd. Euro. Dem Konzern gelang es, das Ebit überproportional um zwei Drittel auf 101 Mill. Euro zu erhöhen. Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahresschlussquartal seien “positiv”, berichtete Puma. Auf Basis der Eckdaten für den zurückliegenden Dreimonatsabschnitt erwirtschaftete Puma nach neun Monaten Konzernerlöse von 3,1 (2,7) Mrd. Euro. Das Ebit wuchs auf 215 (114) Mill. Euro. Damit erreichte das Unternehmen bereits in den ersten drei Quartalen die im Sommer heraufgesetzte Prognose. Das vierte Quartal ist saisonal das schwächste, da Wintersport Hersteller wie Puma und Adidas kaltlässt. Die Firma veröffentlicht ihren Zwischenbericht am 24. Oktober.Puma hat derzeit einen guten Lauf. Im zweiten Quartal profitierte das Unternehmen von einem starken Geschäft mit Schuhen (vgl. BZ vom 27. Juli). In den Monaten April bis Juni machte das Segment rund die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Der Erlöszuwachs und eine erhöhte Rohertragsmarge trugen zum Ergebnissprung bei.Gulden führte die gesteigerte Marge seinerzeit auf eine effizientere Beschaffung und Preiserhöhungen im Verkauf zurück. Die negativen Währungseffekte hätten sich verringert. Zuvor musste Puma dem starken Dollar Tribut zollen. Für 2017 rechnet die Konzernspitze mit einer Rohertragsmarge von 46,5 (45,7) %. Puma steuerte bislang 46 % an.