QSC schafft Rückkehr in Gewinnzone
QSC schafft Rückkehr in Gewinnzone
ab Düsseldorf – Erstmals seit vier Jahren hat die Kölner QSC im abgelaufenen Turnus wieder schwarze Zahlen geschrieben. Zugleich verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen das operative Ergebnis vor und nach Abschreibungen, wie der Telekommunikationsanbieter mitteilte. Da die strategische Neuausrichtung sichtlich Früchte trage, sollen die Aktionäre mit einer unveränderten Dividende von 3 Cent je Aktie bedient werden. Konkret erwirtschaftete der selbst ernannte Digitalisierer für den Mittelstand einen Konzerngewinn von 5,1 Mill. Euro, entsprechend einem Swing um gut 30 Mill. Euro.Die Entwicklung der einzelnen Segmente verlief jedoch höchst unterschiedlich. Während der Umsatz im Cloudgeschäft um mehr als die Hälfte auf 27,8 Mill. Euro ausgebaut wurde und die Sparte erstmals einen nicht näher quantifizierten positiven Segmentbeitrag abwarf, blieb der Umsatz in den übrigen Segmenten hinter den Vorjahreswerten zurück. Die größten Erlöseinbußen gab es im Telekommunikationsgeschäft (TK-Geschäft) mit Wiederverkäufern (- 18 %) und im Outsourcing (-13 %). Weitgehend stabil zeigten sich das TK-Geschäft für Firmenkunden und der Bereich Consulting. Auf Konzernebene bedeutete das einen Umsatzrückgang um gut 7 %. Zugleich verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um gut 3 % auf 38,2 Mill. Euro. Dank geringerer Abschreibungen gelang im Ebit ein Swing um 20 Mill. Euro auf 7,1 Mill. Euro. Der Geschäftsverlauf entspreche den Erwartungen, hieß es. “Mit der Vertikalisierung der Organisation und der geplanten Ausgliederung des TK-Geschäfts erhöhen wir nun die Schlagkraft”, wird Vorstandschef Jürgen Hermann zitiert. Daraus ergäben sich neue Wachstumsmöglichkeiten.Angesichts dieser Aussage fällt der Ausblick auf den neuen Turnus jedoch bescheiden aus, gerade was die Ergebnisentwicklung betrifft. Konkret erwartet QSC das Ebitda in einer Spanne von 35 bis 40 Mill. Euro – bei einem weiter rückläufigen Umsatz zwischen 345 Mill. und 355 Mill. Euro. Auch der freie Cash-flow, der im abgelaufenen Turnus um gut 4 Mill. Euro auf 12,6 Mill. Euro ausgebaut wurde, soll 2018 nur über der Marke von 10 Mill. Euro liegen. Neben einem deutlichen Erlösplus im Geschäft mit der Cloud und Zuwächsen in den Segmenten Consulting und TK für Firmenkunden werden im traditionellen Outsourcing und dem TK-Geschäft mit Wiederverkäufern marktbedingt weiterhin rückläufige Umsätze in Aussicht gestellt. An der Börse wurden die vorläufigen Zahlen mit einem Kurszuwachs quittiert. Binnen Jahresfrist ist die Aktie , die am Montag mit 1,52 Euro schloss, allerdings nicht vom Fleck gekommen. Den Geschäftsbericht und damit die endgültigen Zahlen wird QSC nach den Angaben am 29. März veröffentlichen.