RIB Software traut sich mehr zu

Bausoftwarekonzern verdoppelt operatives Ergebnis per Ende September

RIB Software traut sich mehr zu

igo Stuttgart – Der Hersteller von Bausoftware RIB Software hat seine Jahresziele nach den ersten neun Monaten nach oben korrigiert. Die Umsatzprognose wurde auf das obere Drittel der anvisierten 98 Mill. Euro bis 108 Mill. Euro konkretisiert. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) soll nun zwischen 38 Mill. Euro und 41 Mill. Euro liegen. Zuvor waren 38 Mill. Euro die Obergrenze gewesen. Per Ende September erlöste RIB mit 81,7 Mill. Euro 15,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ebitda verdoppelte sich auf 35,9 Mill. Euro.Im dritten Quartal wuchs der Konzern wie bereits in den vorherigen Quartalen vor allem durch den Verkauf von Software-Lizenzen, deren Erlöse um 145 % stiegen. Insgesamt lag der Umsatz mit 28,4 Mill. Euro um 35,9 % über dem Vorjahr. Lediglich in der Beratung war das Wachstum rückläufig. Das Ebitda legte um 167 % auf 11,2 Mill. Euro zu. Die operative Rendite stieg von 20,1 % auf 39,4 %. Unterm Strich verblieb ein Gewinn von 7,3 Mill. Euro nach 1,9 Mill. Euro im Vergleichszeitraum. Analysten hatten ein weniger starkes operatives Wachstum erwartet. Die im TecDax notierte Aktie stieg am Montag zeitweise auf ein Rekordhoch bei 21,50 Euro.RIB profitierte im bisherigen Jahresverlauf auch vom Ende 2016 geschlossenen Joint Venture Ytwo Formative mit dem US-Konzern Flex. Bei der Planungsplattform für Bauprojekte stellt RIB den Kunden Softwarelizenzen zur Verfügung, im Gegenzug nutzen die Kunden das Lieferkettenmanagement von Flex. Die beiden Unternehmen erheben dafür eine vom Beschaffungsvolumen abhängige Gebühr. Aus dem Verkauf von Softwarelizenzen an Ytwo flossen RIB insgesamt 7,6 Mill. Euro zu, die in das Ergebnis eingingen.An Ytwo sind beide Konzerne mit 50 % beteiligt. Allerdings hat Flex ein Rückgaberecht, das gezogen werden kann, wenn die Plattform bis zum 1. Februar 2018 bestimmte vertraglich vereinbarte Ziele nicht erreicht. Weil sich Ytwo bisher positiv entwickle, habe Flex einer Verschiebung der Frist bis zum 1. September 2018 zugestimmt, teilte RIB nun mit. Durch die Ytwo will RIB ihren Umsatz in den kommenden Jahren auf 800 Mill. Euro verzehnfachen.—– Wertberichtigt Seite 6