Risikofaktor Dollar
Risikofaktor Dollar
Wechselkursschwankungen sind Fluch und Segen für die deutsche Exportwirtschaft. Lange Zeit half der schwache Euro der größten EU-Volkswirtschaft im US-Geschäft. Seitdem die Märkte allerdings das Szenario eines Endes der Nullzinspolitik der EZB durchspielen, steigt der Außenwert der Gemeinschaftswährung, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schmälert. Den wechselkursbedingten Gegenwind spürt Infineon nun wieder. Deutschlands größter Chipkonzern, der rund die Hälfte seines Geschäfts in Dollar fakturiert, büßte etwas an Umsatz- und Ergebnisdynamik ein. Allerdings laufen die Geschäfte des Dax-Mitglieds derart gut, dass darunter nicht die im März erhöhte Jahresprognose leidet. Vorstandschef Reinhard Ploss und seine Mannschaft bleiben auf Kurs. Das zeugt von der Stabilität des Konzerns im schwankungsanfälligen Halbleitermarkt. Noch vor wenigen Monaten sorgte der schwache Dollar bei Infineon für Rückenwind. Vor über einem Jahr musste die Konzernleitung wegen eines zeitweilig aufgewerteten Euro den Ausblick senken. Der Dollar bleibt ein Risikofaktor für Infineon.sck