Ryanair gibt im Pilotenstreit nach
Ryanair gibt im Pilotenstreit nach
Reuters Dublin – Der irische Billigflieger Ryanair lenkt im Streit mit den Piloten ein und lässt erstmals in seiner 32-jährigen Geschichte Gewerkschaften zu. Mit dem Schritt will das Unternehmen Streiks verhindern, von denen der erste für Freitag angekündigt worden war. “Die Anerkennung der Gewerkschaften wird eine signifikante Veränderung für Ryanair sein, aber wir haben uns in der Vergangenheit auch schon radikal geändert”, sagte Chef Michael O’Leary am Freitag. An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an: Die Ryanair-Aktie gab fast 8 % nach.In Italien sagte die führende Pilotengewerkschaft ANPAC daraufhin den für Nachmittag geplanten Streik ab. Die kleinere Transportgewerkschaft FIT-CISL, die auch Kabinen- und Bodenpersonal vertritt, hielt dagegen an ihren Plänen fest. Für den 20. Dezember hatten die Flugzeugführer in Portugal und Deutschland einen ganztägigen Ausstand angekündigt. Es wären die ersten Streiks in der Firmengeschichte.Zunächst würden die Gewerkschaften in Irland, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien und Portugal als Gesprächspartner an den Tisch geholt, sagte ein Ryanair-Sprecher. “Wenn uns andere Pilotenvereinigungen ansprechen, die bei uns beschäftigte Piloten vertreten, werden wir ihr Anliegen prüfen.”