SAF-Holland erwartet deutlichen Umsatzrückgang

Lkw-Zulieferer rechnet in China mit einer Erholung

SAF-Holland erwartet deutlichen Umsatzrückgang

scd Frankfurt – Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland rechnet im laufenden Jahr mit einem deutlichen Erlösrückgang. Auf Grundlage der erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale inklusive derzeit absehbarer Geschäftsbeeinträchtigungen durch das Coronavirus rechne der Vorstand mit einem Rückgang des Konzernumsatzes im niedrigen zweistelligen Prozentsatzbereich, teilt das Unternehmen mit. Im vergangenen Jahr war der Umsatz leicht um 1,3 % auf 1,284 Mrd. Euro gesunken.SAF-Holland prognostiziert für das Geschäftsjahr 2020 eine bereinigte Ebit-Marge zwischen 4 und 5 %. Im vergangenen Jahr lag diese bei 6,2 %. Ergebnisbelastend wirken dem Unternehmen zufolge neben dem Umsatzrückgang weitere Effekte durch die Coronavirus-Pandemie. Zumindest in China erwartet SAF-Holland indes wie auch andere deutsche Industrieunternehmen eine zunehmende Erholung. Voraussichtlich werde die deutliche Reduzierung der operativen Verluste der Chinaaktivitäten zu der Ergebnisverbesserung beitragen, heißt es im Ausblick. Auch die Umsetzung der Sparanstrengungen in den USA und gruppenweite Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz im operativen Geschäft sollen das Ergebnis stützen.Die Investitionen will SAF-Holland mit Blick auf die schwierige Marktlage deutlich zurückfahren. Geplant wird mit einer “Größenordnung von um die 3 % vom Konzernumsatz”. Im Vorjahr waren dafür noch 4,1 % der Erlöse aufgewandt worden. SAF-Holland warnt indes auch, dass alle Ziele derzeit mit Unsicherheiten behaftet sind. Mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung von Covid-19 ließen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen auf SAF-Holland derzeit weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern. Matthias Heiden, der scheidende CFO, strich mit Blick auf die Herausforderungen heraus, dass die Anstrengungen zur Steigerung des Free Cash-flow in den nächsten Quartalen intensiviert würden.