Salzgitter gibt Aurubis-Anteile ab und liftet Prognose
Salzgitter gibt Aurubis-Anteile ab und liftet Prognose
ste Hamburg – Der zweitgrößte deutsche Stahlkocher Salzgitter reduziert im Zuge der Tilgung einer 2010 begebenen Umtauschanleihe seine Beteiligung am Hamburger Kupferkonzern Aurubis. Das MDax-Unternehmen zahlt den noch ausstehenden Teil des Bonds mit dem Emissionsbetrag von 295,5 Mill. Euro nach eigenen Angaben nicht in bar zurück. Stattdessen erhalten die Gläubiger Aurubis-Aktien. Die Beteiligung an Aurubis werde voraussichtlich auf etwa 16 % von 25 % sinken, teilte Salzgitter mit. Man bleibe Kernaktionär von Aurubis. Die bisherige Beteiligung besteht seit 2009.Der Teilausstieg führt 2017 zu einem höheren Gewinn als erwartet. Der Stahlkonzern hob zum dritten Mal im Jahresverlauf die Prognose für das Vorsteuerergebnis an, das nun bei 175 Mill. bis 225 (i.V. 53) Mill. Euro landen soll. Zuletzt hatte Salzgitter das Ziel Ende Juli um 25 Mill. auf 150 Mill. bis 200 Mill. Euro erhöht. Als Folge des Verzichts auf die Ausübung der Barzahlungsoption wird ein Ertrag aus der Auflösung einer Derivateverbindlichkeit im vierten Quartal erwartet. Zudem fielen negative Effekte aus der Ausbuchung des anteiligen Buchwerts der Aurubis-Anteile, die man abgebe, weg. Die neue Prognose erfasse ferner zunächst belastende Auswirkungen des Optimierungsprogramms “Fit Structure SZAG”.