Schmuckkonzern Pandora verliert an Glanz

Aktienkurs bricht ein - Finanzchef scheidet aus

Schmuckkonzern Pandora verliert an Glanz

hek Frankfurt – Der Schmuckhersteller Pandora geht davon aus, dass das Umsatzwachstum künftig nachlassen wird. Für den Zeitraum 2018 bis 2022 stellt der dänische Konzern eine währungsbereinigte Erlösausweitung von 7 bis 10 % jährlich in Aussicht. Im abgelaufenen Jahr ist der Umsatz in lokalen Währungen nach vorläufigen Angaben noch um 15 % gestiegen. Auch die Rendite dürfte nach Einschätzung des Managements nicht mehr so hoch ausfallen wie derzeit. Die effektive Steuerquote wird bei 21 bis 22 % angesiedelt.Für 2018 bis 2022 rechnet die Unternehmensführung mit einer Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 35 %. Die Guidance für 2017 lag mit 38 % um 3 Prozentpunkte höher, erreicht wurden 37,3 %. Belastet werde die künftige Ebitda-Marge durch die Verbreiterung des Produktportfolios und den zunehmenden Anteil eigener Ladengeschäfte. In den Jahren bis 2022 will Pandora netto 200 Concept-Läden jährlich eröffnen.Im vergangenen Jahr setzte Pandora 22,8 Mrd. dkr (3,06 Mrd. Euro) um, während die ursprüngliche Prognose bei 23 bis 24 Mrd. dkr lag. Zu schaffen machten den Dänen das schwierige US-Einzelhandelsklima und negative Währungseffekte.Pandora-Chef Anders Colding Friis zeigte sich enttäuscht von der Umsatzentwicklung, doch sei die Zielmarke nur knapp verfehlt worden. Am Aktienmarkt kamen Zahlen und Mittelfristausblick schlecht an. Der Börsenkurs sackte am Donnerstag um bis zu 16 % weg. Von Mitte 2012 bis 2016 hatte die Aktie einen Höhenflug erlebt, doch 2017 ging rund ein Viertel des Werts verloren.Auch der Abschied von Chief Financial Officer (CFO) Peter Vekslund gilt als Indikator für Probleme bei Pandora. Nachfolger ist Anders Boyer, der von 2009 bis 2016 CFO der Medizintechnikfirma GN Store Nord war. Der Wechsel soll spätestens zum 1. August vollzogen werden. Der President von Pandora Americas, Scott Burger, scheidet ebenfalls aus.