SHW bestätigt Prognose nach schwachem Auftaktquartal

Zulieferer erhöht Investitionsvolumen deutlich

SHW bestätigt Prognose nach schwachem Auftaktquartal

igo Stuttgart – Der Zulieferkonzern SHW hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest, wenngleich das erste Quartal “etwas verhalten” ausgefallen ist, wie Konzernchef Frank Boshoff am Mittwoch attestierte. Auf Jahressicht erwartet der Aalener Konzern einen Umsatz von 400 Mill. bis 420 Mill. Euro nach 406 Mill. Euro im vergangenen Jahr. Die operative Marge vor Abschreibungen (Ebitda-Marge) soll 10 bis 11 % nach zuvor 10,7 % erreichen.Von Januar bis März entwickelten sich die Geschäftsbereiche Pumpen und Motorkomponenten sowie Bremsscheiben unterschiedlich. Während der Umsatz bei Pumpen und Komponenten wegen geringerer Erlöse aus dem Pkw-Geschäft um 6,2 % sank, blieb das Ebitda mit 9,4 Mill. Euro nahezu stabil, da im Vorjahresvergleich geringere Sonderkosten, etwa für Nacharbeit und Sondertransporte, angefallen waren. Die Erlöse mit Bremsscheiben stiegen dagegen um 15 %, während höhere Einstands- und Materialkosten das operative Ergebnis um 17 % auf 1,3 Mill. Euro sinken ließen. Die Zusatzkosten sind Boshoff zufolge “voraussichtlich nur ein temporärer Effekt”.Auf Konzernebene sank der Umsatz um 2 % auf 104 Mill. Euro. Das Ebitda ging um 6 % auf rund 10 Mill. Euro zurück. Die entsprechende Marge lag mit 9,7 % unter dem Vergleichswert von 10,1 %. Weil die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 % auf 5,7 Mill. Euro sanken, ging das Konzernergebnis dennoch lediglich um gut 10 % auf knapp 3 Mill. Euro zurück.Bis 2020 will SHW den Konzernumsatz auf 620 bis 650 Mill. Euro steigern. Dabei setzt der Zulieferer vor allem auf die weitere Expansion im Ausland, das bis dahin für ein Viertel der Gesamterlöse stehen soll. Gleichzeitig will SHW dadurch weniger abhängig von einzelnen Kunden und Regionen werden. Wie SHW nun mitteilte, sollen im laufenden Jahr 29 Mill. bis 32 Mill. Euro überwiegend in Fertigungskapazitäten in China, Nordamerika und Rumänien fließen. 2016 hatte das Investitionsvolumen bei knapp 25 Mill. Euro gelegen. Bereits im ersten Quartal 2017 stiegen die Investitionen um fast 80 % auf 9 Mill. Euro. 2018 soll die Investitionsoffensive mit weiteren 27 bis 30 Mill. Euro fortgesetzt werden.