Siemens-Aktionäre wollen vom Börsengang profitieren
Siemens-Aktionäre wollen vom Börsengang profitieren
mic München – Der Healthineers-Börsengang weckt Begehrlichkeiten bei den Aktionären der Mutter Siemens. Eine Entschädigung für die heutigen Anteilseigner wird gefordert angesichts der Tatsache, dass Teile des Gewinns und des Cash-flows künftig mit dem Healthineers-Streubesitz geteilt werden müssen. Die Vorschläge reichen von einer Aufstockung des laufenden Aktienrückkaufprogramms über eine Sonderdividende bis zur Verteilung von Healthineers-Papieren an die heutigen Siemens-Aktionäre. Die Fondsgesellschaft Deka Investment wäre gerne beim IPO berücksichtigt worden. “Beteiligen Sie uns Siemens-Aktionäre am Börsengang mit Healthineers-Aktien”, forderte Deka-Manager Winfried Mathes schon Ende Januar auf der Siemens-Hauptversammlung. Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutionelle Privatanleger wollte ebenfalls, dass Siemens die Aktie auch unter den eigenen Anteilseignern verteilt. Daniela Bergdolt, Landesgeschäftsführerin der Aktionärsvereinigung DSW in Bayern, mahnte allgemein eine Beteiligung der Siemens-Aktionäre am IPO-Erlös an. Ingo Speich von Union Investment kleidete eine ähnliche Forderung in die Form einer Frage. “Wie werden die Altaktionäre entschädigt, denen ein Juwel aus der Siemens-Krone gebrochen wird und künftig nicht unerhebliche Teile des Gewinns und des freien Cash-flows fehlen?”, wollte er wissen. Für Speich ist unklar, was mit dem eingenommenen Geld passieren wird. Es solle ja auf absehbare Zeit nicht als Akquisitionswährung genutzt werden, stellte er fest. Aktienrückkauf präferiertMarcus Poppe von der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset Management schlug dagegen eine Aufstockung des laufenden Siemens-Aktienrückkaufsprogramms nach dem Börsengang vor. Denn dies würde helfen, die Siemens-Kapitalrendite in die Mitte ihrs Zielbandes von 15 % bis 20 % zu hieven und so einen Gewinn von fast 10 Euro pro Aktie zu produzieren, lautete seine Argumentation: “Ein Ergebnis, das gemessen an der Qualität des Portfolios von Siemens, ein realistisches Ziel sein sollte.”