Siliziumgeschäft belastet Wacker Chemie

Prognose nach Siltronic-Verkauf leicht gekürzt

Siliziumgeschäft belastet Wacker Chemie

jh München – Im Chemiegeschäft ist Wacker Chemie mit Zuwächsen gestartet. Die Sparte Polysilizium musste dagegen im ersten Quartal einen Rückgang um 2 % hinnehmen. Im Vergleich mit dem Schlussabschnitt 2016 sei die Absatzmenge deutlich zurückgegangen, berichtet der Münchner Konzern. Zudem hätten die Spotmarktpreise für Solarsilizium in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben. Dieser Wermutstropfen könnte der wesentliche Grund für den Kursrückgang am Donnerstag gewesen sein: In der Spitze verlor die Aktie fast 6 %.Vor allem dank des Verkaufs von Siltronic-Aktien steigerte Wacker das Nettoergebnis kräftig (siehe Tabelle). Den Anteil am Hersteller von Siliziumscheiben für die Halbleiterindustrie reduzierte Wacker Mitte März von 51,8 % auf 30,8 %. Seitdem wird die Beteiligung nur noch entsprechend des Anteils bilanziert.Wacker Chemie veränderte deshalb einen Teil der Jahresprognose: Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird nun ein Rückgang um einen mittleren einstelligen Prozentwert erwartet. Bisher sollte es auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Das galt auch für den Netto-Cash-flow. Jetzt rechnet Wacker mit einem deutlichen Rückgang dieser Größe. Der Umsatz (aus fortgeführtem Geschäft) soll nach wie vor mit einer mittleren einstelligen Rate steigen.