Singulus gibt sich für 2020 optimistisch
Singulus gibt sich für 2020 optimistisch
dpa-afx/md Frankfurt – Der Spezialmaschinenbauer Singulus peilt nach den Einbußen im vergangenen Jahr für 2020 wieder deutliche Zuwächse in Umsatz und Ergebnis an. Die Erlöse sollen bei 120 Mill. bis 140 Mill. Euro liegen, beim operativen Gewinn (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Ebit) werde ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag angestrebt, teilte das Unternehmen mit.Voraussetzung für die zuversichtlichen Jahresprognosen sei aber, so Vorstandschef Stefan Rinck, dass es nicht zu einer erheblichen Verzögerung der laufenden Projekte durch die Corona-Pandemie komme.In einem festen Umfeld haussierte der Kurs der Singulus-Aktie im Handelsverlauf um 37 % auf 3,31 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei 30 Mill. Euro. Trotz Kurssprung ist Singulus, ein Unternehmen, das zur Jahrtausendwende im Neuen Markt zu den Highflyern gehörte, selbst vom 52-Wochen-Hoch bei 10,50 Euro noch weit entfernt, von früheren Kurshochs ganz zu schweigen.Zwei Drittel der Erlöse erzielt Singulus laut Rinck in Asien, insbesondere in China. In den Fabriken der Singulus-Kunden laufe die Produktion inzwischen jedoch wieder an.Im abgelaufenen Jahr sank der Umsatz den Angaben zufolge auf 79,4 Mill. Euro nach 127,5 Mill. 2018. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel mit 8,2 Mill. Euro negativ aus; 2018 war ein Gewinn von 6,8 Mill. Euro verbucht worden. Projektverzögerungen Grund für den Erlösrückgang und das schwache Ergebnis seien Verzögerungen bei einer Reihe von Projekten gewesen, sagte Finanzvorstand Markus Ehret bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. Wegen der Insolvenz eines Großkunden hätten Wertberichtigungen von 3,3 Mill. Euro vorgenommen werden müssen.Singulus stellt Maschinen für Produkte mit besonderen Beschichtungen her, vor allem Solarzellen, Halbleiter und Datenträger wie CDs und DVDs sowie Produkte der Medizintechnik. Im Januar hatte der Maschinenbauer einen Großauftrag über 50 Mill. Euro von einer Tochter des chinesischen Baustoffriesen CNBM für Anlagen zur Solarmodulproduktion in Xuzhou erhalten.Die Zahl der Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr leicht von 343 auf 351. Ein Fünftel der Belegschaft befände sich derzeit in Kurzarbeit, sagte Rinck. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise würden unter Umständen weitere Ressourcen heruntergefahren.