Software AG ernüchtert
Software AG ernüchtert
Die Erwartungen vor einer Zahlenvorlage der Software AG waren lange nicht mehr so hoch. Mit den Megatrends Internet der Dinge (IOT) und Industrie 4.0, einer IOT-Plattform mit mittelständischen Maschinenbauern und einer Steuersenkung im wichtigen US-Markt stehen die Sterne für das Darmstädter Softwarehaus günstig wie lange nicht. Doch statt Jubel gab es am Donnerstag die Ernüchterung. Die Marge soll sich 2018 bestenfalls auf dem (Rekord-)Niveau des abgelaufenen Jahres halten. Der Umsatz wächst in der neuen Sparte zwar rasant, im Digitalgeschäft insgesamt aber weniger stark als erhofft. Hinzu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Die Bilanzierung nach IFRS 15, die für Softwarekonzerne die Umsatzanrechnung kräftig durcheinanderwirbeln kann. Die Software AG erwägt deswegen sogar neue Steuerungsgrößen einzuführen. Gut möglich, dass diese den Investoren wieder Sicherheit geben werden. Am Donnerstag entschieden sich viele nach einem starken Jahr mit über 40 % Kurszuwachs indes für Gewinnmitnahmen und schickten die Aktie mit einem Minus von 9 % ans Ende des TecDax.scd