Streik in Portugals VW-Werk belastet Produktion
Streik in Portugals VW-Werk belastet Produktion
ste Hamburg – Im November soll der neue T-Roc, die vierte Geländelimousine (SUV) von Volkswagen, in Europa in den Handel kommen, doch die im August angelaufene Produktion im portugiesischen VW-Werk von Palmela wird von einem Arbeitskampf überschattet. Ein nicht gelöster Streit bei der VW-Tochter Autoeuropa, der sich vor allem um die Einführung von Samstagsarbeit dreht, könnte die geplante Steigerung der Produktionszahlen in dem Werk von 85000 Autos im Jahr 2016 auf 240 000 im kommenden Jahr gefährden, heißt es. Nach einem 24-stündigen Ausstand der Beschäftigten, die in der vergangenen Woche mehrheitlich Vorschläge für eine Kompensation der Samstagsarbeit abgelehnt hatten, trat der Betriebsrat zurück. Eine neue Chance zur Verständigung soll es nach dem ersten Streik seit Werksgründung 1991 frühestens nach der Wahl einer neuen Arbeitnehmervertretung im Oktober geben.Der bisherige Betriebsratschef Fernando Sequeira warnte, dass ein Teil der Produktion aus Portugal abgezogen werden könnte. Die Produktion des wichtigen Kompakt-SUV T-Roc, den VW am 23. August in Italien erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, könnte den Autoeuropa-Anteil an Portugals Ausfuhren und an der Wirtschaftsleistung des Landes deutlich erhöhen. Der Ministerpräsident des Landes, António Costa, erklärte, Stabilität bei Autoeuropa sei von größter Bedeutung für das Wachstum der Wirtschaft, die in den vergangenen Jahren an den Folgen der Euro-Schuldenkrise litt.