Symbiotische Beziehung
Symbiotische Beziehung
Boeing und die US-Regierung ziehen nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald Trump an einem Strang. Doch die Beziehungen sind in den vergangenen Monaten enger, nahezu symbiotisch geworden, und daran ändert auch die anfängliche harsche Kritik Trumps an den Kosten für die zwei neuen Präsidenten-Flugzeuge nichts. Boeing stört sich an den günstigen Preisen, die der kanadische Wettbewerber Bombardier den US-Airlines bietet – die US-Regierung verhängt Strafzölle. Boeing fürchtet Schwierigkeiten im Geschäft mit dem blockierten Katar – US-Politiker machen den Weg frei für einen Milliardenauftrag. Sicher fällt der amerikanischen Politik auch noch ein, wie man den von Boeing angestrebten Kauf der brasilianischen Embraer hinbiegen kann – zumal die brasilianische Regierung dem zustimmen muss. Angesichts all dieser Hilfestellungen können die Verantwortlichen beim Konkurrenten Airbus nur vor Neid erblassen. Bei Europas Flugzeugbauer hat die Politik zwar immer gerne mitgeredet, doch das sorgte stets mehr für Ärger als für Vergünstigungen.lis