Taiwan-Turbo an Chinas Börsen
Taiwan-Turbo an Chinas Börsen
Chinas Anwärter auf Börsengänge plagen sich meist Jahre mit der Wertpapieraufsicht herum, bis sie eine Freigabe zum Initial Public Offering (IPO) erhalten. Darüber kann der taiwanesische Elektronikriese Foxconn nur lächeln. Nur einen Monat dauerte es, bis der Antrag für ein IPO der China-Tochter Foxconn Industrial Internet durchgewunken wurde. Foxconn verdankt die ungewöhnlich flotte VIP-Passage der taiwanesischen Herkunft und dem gerade laufenden chinesischen Volkskongress. Zu diesem Anlass hat Peking eine neue Charmeoffensive losgetreten, um taiwanesische Firmen als Investoren mit umfangreichen Vergünstigungen aufs Festland zu locken und hofiert dabei insbesondere Technologieunternehmen. Der Wink mit blühenden Standort- und Kapitalmarktwiesen soll wohl auch Taiwans Regierung zeigen, wo der Hammer hängt. Diese fürchtet um einen Kapitalexodus Richtung Festland und wird am Foxconn-IPO sicher zu knabbern haben. Der China-Ableger könnte es in Schanghai gar auf ein höheres Börsengewicht als die in Taipeh gelistete Konzernmutter bringen.nh