Telekom bringt US-Deal unter Dach und Fach

5 Mrd. Dollar zusätzlicher Wert für T-Mobile US durch neues Tauschverhältnis

Telekom bringt US-Deal unter Dach und Fach

hei Frankfurt – Nach einem fast zweijährigen regulatorischen Hürdenlauf vollzieht T-Mobile US den Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Sprint. Trotz der langen Geburtswehen zeigt sich Telekom-Lenker Tim Höttges mit dem “Neugeborenen” sehr zufrieden. Die neue T-Mobile US, an der die Telekom 43 % des Kapitals und 67 % der Stimmrechte hält, sei mit insgesamt rund 140 Millionen Kunden und erheblich mehr Mobilfunkspektrum als AT&T und Verizon im Wettbewerb gut aufgestellt. Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung betont der Manager den Mehrwert, der für die Telekom-Tochter aus dem nochmals nachverhandelten Aktientauschverhältnis mit Sprint entsteht.Die Sprint-Aktionäre erhalten nun für elf eigene Anteile jeweils eine Aktie der Neuen T-Mobile US. “Dies schafft einen zusätzlichen Wert von 5 Mrd. Dollar für die T-Mobile US beziehungsweise entsprechend 2 Mrd. Dollar für die Telekom”, so Höttges. Zwar konsolidiert die Telekom die nun erheblich erhöhten Schulden der Newco, jedoch soll diese ihre Finanzierung komplett eigenständig darstellen. 16 Banken, darunter “maßgeblich” Barclays, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Credit Suisse, Royal Bank of Canada und Morgan Stanley, stellen T-Mobile eine Brückenfinanzierung von 19 Mrd. Dollar über bis zu zwei Jahre. “Im Januar konnten wir noch davon ausgehen, dass sich die Refinanzierung für das neue Unternehmen deutlich günstiger darstellt, als wir bei Abschluss des Deals im April 2018 kalkuliert hatten. Allerdings können wir ehrlicherweise derzeit nicht absehen, wie sich das Umfeld am Bondmarkt entwickelt.”Der Telekom-Chef stellt überdies klar, dass Softbank sich vertraglich über vier Jahre gebunden hat. “Das bedeutet: Wir haben 67 % der Stimmrechte und damit die unternehmerische Führung sicher, auch wenn Softbank T-Mobile-US-Aktien an Dritte abstößt.” Er habe “im Übrigen von einem geplanten Anteilsverkauf von Softbank nichts gehört”, sagt der Manager im Hinblick auf entsprechende Marktgerüchte, die aufgekommen waren, weil Elliott Softbank zu Asset-Verkäufen drängt. Unterdessen kündigte T-Mobile US gestern bereits an, kurzfristig an den Bondmarkt zu gehen. – Im Gespräch Seite 7