Telekom-Chef fordert Fusionen
Telekom-Chef fordert Fusionen
BZ Frankfurt – Gerade hat die Deutsche Telekom mit der Sprint-Übernahme die Gewichte im amerikanischen Telekommunikationssektor verschoben, da signalisiert Vorstandsvorsitzender Tim Höttges schon das nächste Ziel für seinen Ehrgeiz. Er sieht den Bonner Konzern auch als Akteur in einer Konsolidierung des europäischen Telekommarktes.”Europa ist zu fragmentiert”, sagte Höttges in einem Telefoninterview mit Bloomberg. Die europäische Branche brauche Fusionen, wenn sie eine überlegene Infrastruktur aufbauen wolle, um mit größeren Konkurrenten in Asien und den USA konkurrieren zu können. “Wo ich einen Deal oder eine Möglichkeit sehe für europäische Marktkonsolidierung, die überzeugend ist, würde ich mir das immer mit den Partnern anschauen”, so Höttges.Die Telekom-Tochter T-Mobile US Inc. hat am Mittwoch – nach jahrelangem Ringen – die 26 Mrd. Dollar schwere Übernahme der Sprint Corp. abgeschlossen. “Ich war natürlich sehr stark auf Amerika fokussiert”, erklärt Höttges. Nun werde er energisch daran arbeiten, die regulatorischen und kartellrechtlichen Rahmenbedingungen zu ändern, um in Europa die hier nötige Konsolidierung voranzutreiben, hebt der Manager weiter hervor. In Europa sind mehr als 100 Mobilfunkbetreiber aktiv.