Toyota plant 2020 erste Elektroautos

Produktion in China und Indien mit lokalen Partnern

Toyota plant 2020 erste Elektroautos

mf Tokio – Toyota will 2020 sowohl in China als auch in Indien die ersten rein batteriegetriebenen Elektroautos auf den Markt bringen. In China greift Japans größter Autohersteller dabei auf einen seiner beiden Joint-Venture-Partner China FAW Group oder Guangzhou Automobile Group zurück. In Indien ist dafür eine Kooperation mit dem dortigen Marktführer Suzuki geplant. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde jetzt unterzeichnet. Suzuki soll die Autos bauen und Toyota Know-how und technische Unterstützung liefern. Suzuki hatte den Bau einer Fabrik für Lithium-Ionen-Akkus in der Region Gujarat bereits angekündigt.Trotz anhaltender Skepsis beginnt damit nun auch der langjährige Führer der Autobranche mit der Kommerzialisierung von Elektroautos. Zwar hatte Toyota bis 2014 zusammen mit Tesla das SUV-Modell RAV4 als Elektroauto gebaut und vermarktet. Aber das teure Projekt wurde aufgegeben und der Anteil an Tesla verkauft. Im September gab Konzernchef Akio Toyoda zu, man gehöre beim Elektroauto zu den Nachzüglern. Daher vereinbarten Toyota, der wichtigste Zulieferer Denso und der neue Partner Mazda die gemeinsame Entwicklung von Elektrofahrzeugen vom Kleinwagen bis zum Leichttransporter.Wie andere ausländische Autobauer sieht sich Toyota in China wegen einer Quotenvorgabe für elektrische Antriebe zum Handeln gezwungen. Ab 2019 muss der Jahresabsatz jedes Autobauers zu 10 % elektrisch sein. Für eine Übergangszeit könnte Toyota diese Auflage mit Hilfe von Plug-in-Fahrzeugen erfüllen, die derzeit auf der Basis der Hybridmodelle Corolla und Levin entwickelt werden. Aber ab 2020 soll dann das erste lokal hergestellte Elektroauto an den Start gehen.Dennoch gibt Toyota das wasserstoffgetriebene Elektroauto nicht auf. In den nächsten drei Jahren will der Konzern nach eigenen Angaben das Brennstoffzellenfahrzeug Mirai sowie den Einsatz der Technologie in Bussen und Lastkraftwagen in China testen.