Verfahren gegen VW verzögert sich

Börsen-Zeitung, 13.12.2017 ste Hamburg - Der bereits auf April 2018 vertagte Beginn des Kapitalanleger-Musterverfahrens gegen Volkswagen im Zusammenhang mit der Dieselabgasaffäre ist ein weiteres Mal verschoben worden. Wie das Oberlandesgericht...

Verfahren gegen VW verzögert sich

ste Hamburg – Der bereits auf April 2018 vertagte Beginn des Kapitalanleger-Musterverfahrens gegen Volkswagen im Zusammenhang mit der Dieselabgasaffäre ist ein weiteres Mal verschoben worden. Wie das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig mitteilte, soll die mündliche Verhandlung, bei der die Sparkassen-Fondstochter Deka Investment als Musterklägerin auftritt, nun am 3. September beginnen. Der Autobauer hatte um Verlängerung der Frist zur Stellungnahme gebeten. Die Anleger monieren Kursverluste und werfen VW vor, im September 2015 zu spät über die Abgasmanipulationen informiert zu haben. VW weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Früheren Erkenntnissen zufolge geht es in dem Musterverfahren um eine Schadenssumme von knapp 2 Mrd. Euro. Darüber hinaus sind weitere Klagen beim Landgericht Braunschweig anhängig. Das Gesamtvolumen der Schadenersatzforderungen liegt bei 9 Mrd. Euro.Die Anwaltskanzlei Tilp teilte mit, ein Urteil des Landgerichts Stuttgart erstritten zu haben, wonach zwei weitere Musterverfahren gegen VW beim OLG Stuttgart eingeleitet würden. Die Chancen für Kläger gegen VW und gegen die VW-Hauptaktionärin Porsche Holding SE, die ebenfalls auf Schadenersatz verklagt wird, seien mit der Gerichtsentscheidung gestiegen.