Voltabox nimmt Prognose für 2020 zurück
Voltabox nimmt Prognose für 2020 zurück
hek Frankfurt – Der Hersteller von Batteriesystemen Voltabox stampft seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ein. Die Wachstumsziele seien wegen der Coronavirus-Pandemie nicht zu erreichen, räumt das Unternehmen in einer Mitteilung ein. Bisher hatte der Vorstand zwischen 85 Mill. und 100 Mill. Euro Umsatz (2019: 70 Mill. bis 80 Mill. Euro) in Aussicht gestellt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte in die Gewinnzone drehen und zwischen 5 % und 7 % der Erlöse erreichen. Für das vergangene Jahr hatte die Paragon-Tochtergesellschaft zuletzt Verluste vor Zinsen und Steuern in Höhe von 8 % bis 9 % des Umsatzes angekündigt.Das Management verweist auf blockierte Lieferketten für wichtige Elektronik- und Gehäusekomponenten, zunehmende Auftragsstornierungen und einen kurzfristigen Rückgang der Kundenabrufe. So sei es aktuell nicht möglich, Endkunden mit Batteriesystemen, unter anderem für den öffentlichen Personennahverkehr in mittel- und südeuropäischen Ländern, zu beliefern. Daher wird Kurzarbeit in der Produktion und anteilig auch in Entwicklung und Verwaltung beantragt. Das Management kündigt umfassende strukturelle Anpassungen zur Stabilisierung des operativen Betriebs an.Derzeit sei keine verlässliche Umsatz- und Ertragsprognose für 2020 möglich. Die für 2. April geplante Veröffentlichung des Geschäftsberichts wird verschoben. Zur Begründung verweist Voltabox neben den Corona-Folgen auf die Ankündigung des Mehrheitsaktionärs Paragon, sich von seinem Anteil zu trennen. Die Hauptversammlung wird ebenfalls verschoben. Die im Oktober 2017 zu 24 Euro platzierten Aktien sind derzeit rund 4 Euro wert.