Vom guten Freund zum Störenfried
Vom guten Freund zum Störenfried
Mit Sondereffekten ist das so eine Sache. Sind sie positiv, werden sie wie ein guter Freund mit offenen Armen begrüßt. Belasten sie aber das Ergebnis, werden sie zum Störenfried. Aus Sicht des Vorstands kann dann gar nicht genug betont werden, wie außerordentlich der Effekt ist bzw. dass er mit dem “normalen” operativen Geschäft wenig bis nichts zu tun hat. Beim Konsumgüterkonzern Leifheit hat das Fremdwährungsergebnis seit Jahren relativ großen Einfluss auf den Betriebsgewinn. Zwischen 2014 und 2016 war der Effekt stets positiv (5,1 Mill., 2,5 Mill. und 0,35 Mill. Euro). Im Vorjahr ergab sich aus Änderungen der Zeitwerte von Devisentermingeschäften aber ein Minus von 1,53 Mill. Euro. Keine weltbewegenden Größen, könnte man meinen. Doch Leifheit ist mit seinen 237 Mill. Euro Umsatz ein Mittelständler, für den solche Zahlen bedeutsam sind. Der Fremdwährungsverlust drückte das Betriebsergebnis auf 18,8 Mill. Euro. Bereinigt wären es 20,3 Mill. gewesen – also 8 % mehr. Finanzvorstand Ivo Huhmann versucht nun, diese Effekte durch eine neue Hedging-Politik zu begrenzen. md