Wachstum bei New Work verlangsamt

Jobnetzwerkbetreiber erhöht Dividende um ein Fünftel - Ziele 2020 bekräftigt

Wachstum bei New Work verlangsamt

ste Hamburg – Beim Karrierenetzwerkbetreiber New Work, ehemals Xing, hat sich das Erlös- und Ergebniswachstum im vergangenen Geschäftsjahr verlangsamt. Wie das in Hamburg ansässige SDax- und TecDax-Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, stiegen der Umsatz unter Berücksichtigung des Erwerbs der IT-Jobplattform Honeypot um 16 % auf 269,5 Mill. Euro (ohne M&A-Effekte um 15 %) sowie das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 14 % auf 85,6 Mill. Euro. Im Jahr zuvor waren Zuwachsraten von 25 (21) % bzw. 23 % verbucht worden. Die Ebitda-Marge blieb mit rund 32 % nahezu unverändert. Bei New Work sieht man sich gleichwohl auf Kurs, die in Aussicht gestellten Mittelfristziele zu erreichen, die 2020 einen Umsatz von mehr als 300 Mill. Euro und ein Ebitda von 100 Mill. Euro vorsehen. Chefwechsel im Frühjahr”Unsere Ampeln stehen auf Grün, und wir sind auf dem besten Weg, unsere Ziele wie angekündigt zu erreichen”, sagte Vorstandschef Thomas Vollmoeller, der nach zwei Amtsperioden im Anschluss an die Hauptversammlung Ende Mai ausscheidet und von der ehemaligen Lotto24-Vorstandsvorsitzenden Petra von Strombeck abgelöst wird. Das Unternehmen steigerte das Konzernergebnis 2019 den Angaben zufolge um 11 % auf 34,4 Mill. Euro – bereinigt um Sondereffekte um 21 %. Den Aktionären, zu denen der mit 50 % beteiligte Medienkonzern Burda gehört, will New Work eine um 21 % auf 2,59 Euro je Aktie steigende Regeldividende zahlen. Mit der Ankündigung übertraf der Konzern Analystenschätzungen. Allerdings erhalten die Anteilseigner anders als für 2018 (3,56 Euro je Aktie) keine Sonderdividende.Die New-Work-Aktie legte gestern um 1,9 % auf 270 Euro zu. Seit Jahresanfang liegt das Papier damit immer noch um rund 9 % im Minus. Seit geraumer Zeit lasten Sorgen um das weitere Wachstum auf der Aktie. Im vierten Quartal verbuchte New Work mit einer Umsatzsteigerung um rund 14 % auf 73,2 Mill. Euro eine weitere Wachstumsabschwächung verglichen mit den Vorquartalen. Dabei legten die Erlöse des wichtigsten Wachstumstreibers, des Segments B2B E-Recruiting, zum Jahresende um 26 (ohne M&A-Effekte um 22) % zu, für das Gesamtjahr steht inklusive Honeypot ein Plus von 29 % auf 140,4 Mill. Euro zu Buche.In der B2C-Sparte kam New Work im Schlussabschnitt auf ein Erlöswachstum von 3 %, was auch der Steigerungsrate im Gesamtjahr (auf 103,2 Mill. Euro) entspricht. Dabei erhöhte sich die Zahl der Mitglieder der Netzwerkmarke Xing im deutschsprachigen Raum laut den Angaben im Berichtsjahr um 1,9 Millionen auf 17,6 Millionen. Damit liegt Xing in der Dach-Region weiterhin vor der Microsoft-Plattform Linkedin.