Werften booten Kartellamt aus
Werften booten Kartellamt aus
cru Frankfurt – Das Verteidigungsministerium strebt eine schnelle, aber kartellrechtlich bedenkliche Lösung im Konflikt um den Bau von fünf Korvetten an, der sich zu verzögern droht. Das Bundeskartellamt hatte die direkte Vergabe des 1,5 Mrd. Euro schweren Auftrags an das Konsortium der Werften Lürssen in Bremen und Thyssenkrupp Marine Systems in Kiel – als Nachbestellung ohne öffentliche Ausschreibung – untersagt. Die Wettbewerbsbehörde gab damit der Beschwerde recht, die der Kieler Rivale German Naval Yards eingereicht hatte. Nun könnte die Lösung darin bestehen, dass sich auch noch German Naval Yards als drittes Unternehmen an dem Konsortium beteiligt. Das verlautet aus Kreisen des Verteidigungsministeriums und wird bei German Naval Yards bestätigt. Ein Dreierbündnis der Kriegsschiffhersteller würde das Kartellamt umgehen. Im Vergaberecht wird die Behörde nur auf Beschwerde hin tätig.—– Bericht Seite 7