Wettbewerb bringt Marge von Zooplus unter Druck

Onlinehändler reagiert mit Preissenkungen

Wettbewerb bringt Marge von Zooplus unter Druck

jh München – Der harte Wettbewerb setzt Zooplus zu. Trotz eines Umsatzanstiegs um 21 % in der ersten Hälfte dieses Jahres blieb das Ergebnis vor Steuern nur stabil (siehe Tabelle). Der Münchner Onlinehändler von Tiernahrung und Zubehör verfehlte damit die Erwartungen einiger Aktienanalysten.Die Rohertragsmarge – die Differenz von Umsatz und Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz – verringerte sich auf 24,5 (i.V. 24,9) %. Das “ist das Ergebnis eines weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Umfelds in der Kategorie Heimtierbedarf”, heißt es im Halbjahresbericht. Zooplus reagierte darauf mit Preissenkungen, “um den Kunden weiterhin ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten”. Damit habe Zooplus die Position als Marktführer im Onlinesegment in Europa ausbauen können.Das Konzernergebnis verringerte sich wegen höherer Steuern auf 2,8 (3,1) Mill. Euro. Den deutlichen Rückgang des Gesamtergebnisses begründet das Unternehmen vor allem mit Geschäften zur Währungssicherung (1,8 Mill. Euro Hedge-Reserve).Für das gesamte Jahr erwartet der Vorstand von Zooplus weiterhin einen Umsatz von mindestens 1,12 (0,9) Mrd. Euro. Im aktuellen Halbjahr rechnet der Vorstand damit, dass sich das Wachstum beschleunigt. Das Ergebnis vor Steuern soll in einer Spanne von 17 Mill. bis 22 (17,9) Mill. Euro liegen. Das angestrebte Umsatzwachstum erscheint Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank nun ambitioniert. Das Ergebnis vor Steuern dürfte nach seiner Schätzung eher am unteren Ende des angepeilten Korridors landen. Lars Dannenberg von Hauck & Aufhäuser verweist auf den wachsenden Wettbewerb unter den Onlinehändlern. Stärkster Kontrahent dürfte Amazon bleiben.