Winterkorn muss im Dieselskandal vor Gericht
Winterkorn muss im Dieselskandal vor Gericht
ste Hamburg – Der frühere Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn muss sich im Zusammenhang mit dem Dieselabgasskandal vor einem Strafgericht in Deutschland verantworten. Fast fünf Jahre nach Bekanntwerden der Manipulationen an weltweit 11 Millionen Dieselautos hat die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Braunschweig die Anklage der Staatsanwaltschaft Braunschweig vom 11. April 2019 zugelassen, teilt das Gericht mit. Die Anklage wegen des Vorwurfs des Betrugs und anderer Straftaten im sogenannten NoX-Verfahren richtet sich neben dem von Anfang 2007 bis zum 23. September 2015 amtierenden VW-Vorstandsvorsitzenden gegen vier weitere – teilweise ehemalige – Mitarbeiter des Automobilkonzerns. Wann der Prozess beginnen wird, steht noch nicht fest.In der Eröffnungsentscheidung über eine Anklage verschärfte die Kammer in Teilen die Vorwürfe der Strafermittler. So bestehe etwa ein hinreichender Tatverdacht für einen bandenmäßigen Betrug durch die Angeklagten. Ihnen drohen Gefängnisstrafen von bis zu zehn Jahren. – Personen Seite 12