Zweifel an LafargeHolcim
Zweifel an LafargeHolcim
Mit dicken Vorschusslorbeeren startete Jan Jenisch als neuer CEO von LafargeHolcim. Auf die Meldung, dass der erfolgreiche Ex-Sika-Chef die Leitung des französisch-schweizerischen Baustoffriesen übernimmt, reagierten Investoren bei der Bekanntgabe des Wechsels im vergangenen Mai geradezu frenetisch. Inzwischen sind die großen Hoffnungen verflogen. Das Zusammenführen der Konzernteile Lafarge und Holcim erweist sich immer mehr als Herkulesaufgabe. Jenisch macht, was viele Manager tun, wenn sie einen Chefjob übernehmen: Er kehrt den Laden aus – die Folge sind Wertberichtigungen von 3,8 Mrd. sfr – und präsentiert eine Strategie, wie die Dinge besser werden sollen. Die Bilanz sollte nun sauber sein, doch die beschwerliche Arbeit an der operativen Performance – Strukturen vereinfachen, unrentable Märkte aufgeben, Standorte schließen, Wachstum anschieben – wird Zeit brauchen. Investoren sind ernüchtert über die mittelfristigen Ziele. Bei ihnen wachsen Zweifel, ob die Megafusion der Baustoffbranche aus dem Jahr 2015 ein Erfolg wird. hek