Russland-Geschäfte der Banken

Berlin lässt Geschäft der Raiffeisenbank prüfen

Die RBI steht weiter unter Druck. Ein Spezialdeal mit einem Oligarchen und Strabag wird laut einem Zeitungsbericht vom Wirtschaftsministerium in Berlin geprüft.

Berlin lässt Geschäft der Raiffeisenbank prüfen

Berlin lässt Geschäft
der Raiffeisenbank prüfen

wbr Frankfurt

Aktien-Deal mit Strabag und Oligarchen im Fokus

Die Raiffeisen Bank International (RBI) steht unter Druck, weil sie einen großen Teil ihres Geschäfts in Russland macht. Die RBI, eine der führenden österreichischen Banken, versucht, ihre Milliardengewinne mit einem Deal nach Österreich zu transferieren. Dazu laufe ein Dreiecksgeschäft mit einem Oligarchen und dem Baukonzern Strabag. Jetzt schreitet das Bundeswirtschaftsministerium ein, berichtete das „Handelsblatt“. Derartige Geschäfte würden grundsätzlich immer intensiv geprüft, heißt es. Es geht um den umstrittenen Deal zwischen der RBI, dem Baukonzern und dem Oligarchen Oleg Deripaska.

Plan sei es, dass die Bank Strabag-Aktien kauft, die bis vor Kurzem noch dem sanktionierten Deripaska gehörten. Die Idee war es, auf diesem Weg einen Teil ihrer bei einer russischen RBI-Tochter eingefrorenen Gewinne nach Österreich zu übertragen.

Da Strabag deutsche Tochtergesellschaften habe, könne das deutsche Wirtschaftsministerium auch in diesem Fall aktiv werden, schreibt die Zeitung. Die Strabag mit Sitz in Köln gehört zu 100% dem österreichischen Mutterkonzern Strabag SE.

Um die Russlandgeschäfte der Raiffeisen Bank International hatte es zuletzt Mitte März Wirbel gegeben. Es gab Gerüchte, dass die Bank mit US-Sanktionen des US-Finanzministeriums zu rechnen habe. Die Bank hatte die Sanktionsdrohungen als unwahr zurückgewiesen.

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