Regulierung

Neue Standards für Verbriefungen auf dem Prüfstand

Künftig sollen auch synthetische Bilanzverbriefungen als in einer günstigen, vereinfachten Form möglich sein. Die Konsultation zu den Standards läuft bis Ende Oktober.

Neue Standards für Verbriefungen auf dem Prüfstand

wbr Frankfurt

Der Branchenverband True Sale International (TSI) hat sich mit dem Konsultationspapier zur Regelung von technischen Regulierungsstandards (RTS) befasst, das die europäische Bankenaufsicht EBA kürzlich veröffentlicht hat. In dem Papier der EBA geht es um Details von einfachen, transparenten und standardisierten (STS-)Verbriefungen. Künftig sollen auch synthetische Verbriefungen („Bilanzverbriefungen“) STS-konform sein. Zertifizierte STS-Verbriefungen ge­nießen Vorteile, beispielsweise bei den Eigenmittelanforderungen. Die EBA ist dabei, dazu neue RTS zu entwickeln, um Vorgaben hinsichtlich der Bilanzverbriefungen zu ergänzen. Eine Hürde ist in dem Zusammenhang die Homogenität der Forderungen, bei denen bisher zwischen einerseits Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (SME) sowie andererseits sonstigen Unternehmen unterschieden wurde. Nun sei geplant, die Grenze zwischen Large Corporates und Nicht-Large Corporates zu ziehen, schreibt der TSI. Damit werde die vom Markt kritisch gesehene Unterscheidung zwar angepasst, doch sei es mit diesem Standard weiterhin nicht möglich, Referenzportfolien mit Schuldnern aus mehr als einer Jurisdiktion sowie bestehend aus unterschiedlichen Größenklassen STS-konform zu verbriefen. „Eine effiziente Lösung stellt der neue Regulierungsstandard in dieser Form aber wahrscheinlich nicht dar“, schreibt der TSI. Die Konsultation der EBA läuft bis Ende Oktober.

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