Private Equity

CVC startet mit Kurssprung in Amsterdam

Zweimal musste CVC in den vergangenen zwei Jahren den eigenen Börsengang verschieben. Jetzt ist dem Finanzinvestor das IPO in Amsterdam gelungen. Der Kurs der Aktie legte zum Start um 25% zu. Das gibt auch den Gründern, darunter vor allem Donald Mackenzie, die Gelegenheit Kasse zu machen.

CVC startet mit Kurssprung in Amsterdam

CVC startet mit Kurssprung in Amsterdam

Gründer und Staatsfonds machen Kasse – 25 Prozent Plus zum Ausgabepreis in der Mitte der Spanne – 2 Mrd. Euro Erlös

Zweimal musste CVC in den vergangenen zwei Jahren den eigenen Börsengang verschieben. Jetzt ist dem Finanzinvestor das IPO in Amsterdam gelungen. Der Kurs der Aktie legte zum Start um 25% zu. Das gibt auch den Gründern, darunter vor allem Donald Mackenzie, die Gelegenheit, Kasse zu machen.

cru Frankfurt

Vor drei Jahrzehnten verließ eine Gruppe von Dealmakern der Citigroup – darunter Donald Mackenzie, Steven Koltes und Rolly Van Rappard – den Wall-Street-Riesen, um sich selbständig zu machen. Sie gründeten die Private-Equity-Firma CVC, und einige von ihnen machen jetzt Kasse beim Börsengang. An diesem Freitag startete die Aktie des Finanzinvestors in Amsterdam mit einem Kurssprung von 25% in den Handel. Federführend mit der Koordination des IPO betraut waren Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgan Stanley.

Zur Eröffnung kostete die Aktie 17,34 Euro. Der Ausgabepreis hatte bei 14 Euro gelegen. Das war die Mitte der anfänglichen Preisspanne von 13 bis 15 Euro. Daraus errechnet sich eine anfängliche Marktkapitalisierung von 14 Mrd. Euro. CVC und vor allem die Alteigentümer nehmen insgesamt 2 Mrd. Euro Emissionserlös ein. Damit handelt es sich um den bisher zweitgrößten europäischen Börsengang in diesem Jahr nach dem Schweizer Hautpflegekonzern Galderma. Am Dienstag (30. April) wird zudem der Ausgabepreis der spanischen Kosmetik- und Parfümgruppe Puig festgelegt, die am 3. Mai in den Handel in Madrid starten soll.

Das Unternehmen CVC selbst hat durch den Verkauf neuer Aktien nur 250 Mill. Euro an frischem Kapital erhalten, der Rest geht an die bestehenden Aktionäre. Wenn die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird, erhöht sich das Volumen der Transaktion auf 2,3 Mrd. Euro. CVC hatte das Gesamtangebot am Donnerstag aufgrund der großen Nachfrage um rund 500 Mill. Euro aufgestockt, nachdem das IPO seit 2022 mindestens zweimal verschoben worden war.

Durch den Börsengang werden einige bereits sehr wohlhabende Private-Equity-Investoren in Europa ihr Vermögen aufstocken. Donald Mackenzie, der im Februar von seiner aktiven Rolle im Unternehmen zurücktrat, verkauft laut IPO-Prospekt bis zu 10 Millionen Aktien im Wert von etwa 140 Mill. Euro zum Angebotspreis. Steve Koltes, der sich 2022 zurückzog, bietet 2,3 Millionen Aktien im Wert von fast 32 Mill. Euro an. Zu den anderen großen Anteilseignern, die Aktien im Rahmen des IPO verkaufen, gehören der Staatsfonds GIC aus Singapur, die Kuwait Investment Authority und ein von der Hongkonger Währungsbehörde verwalteter Vermögensfonds. Die derzeitigen Mitarbeiter von CVC, die mit 186 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen einer der größten Finanzinvestoren Europas ist, verkaufen keine Aktien. Das gilt auch für Mitbegründer Rolly Van Rappard, der Aufsichtsratschef ist, und CEO Rob Lucas.

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