Stabilisierungszeichen in der Industrie
Stabilisierungszeichen in der Industrie
Stabilisierungszeichen in der Industrie
Unerwartet viele Bestellungen − Großaufträge verzerren − Deutlich größere Inlandsnachfrage − Damoklesschwert US-Zölle
ba Frankfurt
Das Jahr 2024 endet für die krisengeplagte deutsche Industrie mit einem unerwartet kräftigen Auftragsplus: Zwar verzerren erneut Großaufträge das Bild, doch auch die Kerngröße hat ebenso zugelegt wie die inländische Nachfrage. Ökonomen werten die Auftragseingänge als versöhnlichen Jahresabschluss, der allerdings noch keine wirkliche Trendwende einläutet.
Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) hat das verarbeitende Gewerbe im Dezember preis-, saison- und kalenderbereinigt 6,9% mehr Neubestellungen eingesammelt als im Vormonat. Ökonomen hatten nach dem Rückgang von revidiert 5,2 (zunächst 5,4)% zwar mit einer Gegenbewegung gerechnet, den Zuwachs allerdings nur auf 2,0% taxiert. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich zeigte sich das Orderaufkommen im vierten Quartal unverändert zum Vorquartal, während sich ohne Großaufträge ein Anstieg von 1,4% ergibt.
