Credit Suisse

Lehmann entgeht Finma-Verfahren

Die Finanzaufsicht wird kein Verfahren gegen den Verwaltungsratspräsidenten einleiten.

Lehmann entgeht Finma-Verfahren

dpa-afx/Reuters Zürich

Die Schweizer Finanzaufsicht Finma will kein aufsichtsrechtliches Verfahren wegen Äußerungen des Verwaltungsratspräsidenten der Großbank Credit Suisse, Axel Lehmann, eröffnen. Nach Überprüfung der Aussagen gebe es keinen Grund für ein Verfahren, und die Prüfung sei damit abgeschlossen, schrieben das Bankhaus und die Finanzaufsicht am Freitagabend in ihren jeweiligen Mitteilungen.

Lehmann hatte Anfang Dezember in Interviews erklärt, die im Oktober verzeichneten milliardenschweren Abflüsse hätten sich bis Anfang Dezember „abgeflacht“ oder seien „im Wesentlichen gestoppt“. Das hatte den Aktienkurs, der zuvor stark unter Druck geraten war, ansteigen lassen. Allerdings waren danach weiterhin Milliardensummen abgeflossen. Angesichts von Sorgen über den Zustand der Großbank hatten Kunden im vierten Quartal 2022 netto insgesamt 110,5 Mrd. sfr abgezogen.

Die Schweizer Aufsicht hatte anschließend die Großbank in der Angelegenheit konsultiert, wie es hieß, um herauszufinden, was Lehmann zu der Aussage bewogen hatte.

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