Handelsplatz

Von wegen beschauliche Provinzstadt

Für Privatanleger geht in Schwaben der Punk ab. Auch die Produkte für private Anleger stehen an der Börse Stuttgart im Fokus.

Von wegen beschauliche Provinzstadt

Die sprichwörtliche schwäbische Hausfrau hat sich – nicht zuletzt im Zuge der Amtsführung des ehemaligen deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble – als eine Metapher für Sparsamkeit, Redlichkeit und deutsche Gründlichkeit etabliert. Sie steht jedoch auch für die Einhaltung der Kehrwoche und synonym für Provinzialität und Spießigkeit. Denkt man an Stuttgart, entstehen Bilder einer von Weinbergen umschlossenen, beschaulichen Kesselstadt, darin ein Schloss mit entsprechendem Garten. Und solange niemand die Bäume im Schlossgarten fällen will, ist alles schön ruhig. Kann es stimmen, dass hier für Privatanleger der Punk abgeht?

DIE Privatanlegerbörse

Die Börse Stuttgart ist der Handelsplatz der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse für Aktien, Anleihen, Exchange Traded Funds (ETFs), offene Fonds, Genussscheine und insbesondere derivative Wertpapiere. Stuttgart ist nicht nur der drittgrößte Handelsplatz nach Ordervolumen in Deutschland, sondern als Achtplatzierter in Europa auch ein Top-Player auf internationalem Niveau! Diese Spitzenposition verdankt Stuttgart vor allem der frühen und klaren Fokussierung auf Privatanleger sowie auf derivative Wertpapiere, also Investmentzertifikate und Hebelprodukte. Die Börse Stuttgart ist schlicht DIE Privatanlegerbörse nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs? Schauen wir noch einmal auf die schwäbische Hausfrau: Während diese emsig ihren Bordstein kehrt, schwätzt sie mit den Passanten, tauscht mit den Nachbarn Spätzle-Rezepte aus und erklärt den Eigenbrötlern zum xten Mal die Mülltrennung, um wertvolle Rohstoffe nicht zu vergeuden. Damit erzeugt sie den sozialen Kitt, der eine Gesellschaft erst zu einer Gemeinschaft macht. Was tut die Börse Stuttgart? Im Prinzip genau das Gleiche: Sie sorgt für Kommunikation und Austausch und erzeugt dadurch auf ihre eigene Weise einen sozialen Kitt, durch den sich private Anleger die an­sonsten so sterile Fi­nanzwelt in vielerlei Hinsicht überhaupt erst erschließen. Stuttgart beschreitet neue Wege im Umgang mit kapitalmarktinteressierten Privatleuten und nimmt deren Bedürfnisse ernst.

So zählt der Börse Stuttgart Anlegerclub mit über 50 000 Mitgliedern zu den größten seiner Art in Deutschland. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und beinhaltet Zugang zum Anlegermagazin, aber auch zu den Spezialpublikationen „Markteinblick“ sowie „Markteinblick Zertifikate“. Da die Community-Bildung im Vordergrund steht, umfassen die Clubvorteile zudem Onlineseminare und Webinare. Hier wird auf unterschiedlichen Niveaustufen die Funktionsweise der Börse verständlich erklärt, beispielsweise durch professionelle Trader-Talks. Vom Einsteiger bis hin zu langjährigen Börsianern ist für jeden etwas Passendes dabei.

Es liegt in der Natur der Sache, dass umfangreiche Social-Media-Aktivitäten kein nebenbei betriebenes Anhängsel darstellen, sondern einen integralen Bestandteil der Anlegerkommunikation. In allen wesentlichen sozialen Medien ist die Börse Stuttgart mit eigenen Auftritten präsent, die laufend betreut werden. Ein umfangreicher Youtube-Kanal informiert sogar tagesaktuell über Nachrichten rund um das Börsengeschehen und liefert Marktkommentare, Berichte der Händler aus dem Aktien- und Anleihehandel und Interviews. Mit dem wöchentlichen Blick auf die Auslandsaktien schaut „Börse Stuttgart TV“, so der Name eines Features im Youtube-Kanal, über den Tellerrand hinaus. Als besonders beliebt hat sich die Reihe „Frag Richy“ mit dem Leiter der Kundenbetreuung, Richard Dittrich, etabliert. Dort beantwortet er alle Fragen rund um den Börsenhandel, die Privatanleger bewegen.

Spannendes Umfeld

Warum ist das von der Börse Stuttgart geschaffene Umfeld für einen Anbieter moderner Partizipationszertifikate so spannend? Nun, wenn sich die Börse so viel Mühe mit der Heranbildung informierter und mündiger Privatanleger gibt, sollten diese auch ihre Ideen am Kapitalmarkt verwirklichen können. Über das Kon­strukt der Exchange Traded Instruments (ETIs) bringen Zertifikate Investmentstrategien auf den Markt, die andere Produkte in dieser Form nicht abbilden können. Zum Beispiel können Einzelwerte viel höher gewichtet werden als bei ETFs, deren Richtlinien die Gewichtung eines Einzeltitels auf 10 % beschränken. Während das Ausfallrisiko bei modernen Partizipationszertifikaten über einen Trust abgemildert ist, sind auch kleinvolumige ETIs zur Abbildung von Nischenthemen für alle Beteiligten interessant.

Die Börse Stuttgart hält ein reichhaltiges Angebot an entsprechenden Produkten vor, und ihr Marktanteil bewegt sich relativ konstant bei zwei Dritteln, wodurch sie der unangefochtene Marktführer in Deutschland ist. Im Marktsegment für verbriefte Derivate der European Warrants Exchange (Euwax) ist sie sogar die klare Nummer 1 in Europa. Einige Produkte, zum Beispiel die beliebten Wikifolio-Social-Trading-Zertifikate, werden sogar exklusiv an der Börse Stuttgart gehandelt.

Ein Zeichen für Qualität

Es ist ein Zeichen für Qualität, dass die Stuttgarter bei allen Investmentprodukten auf einer hohen Liquidität bestehen. Sie stellen dies sicher, indem sie allen Emittenten die verbindliche, börsentägliche Stellung ausreichender Liquidität zu minimalen Spreads abverlangen. Privatanleger können folglich jederzeit zu den besten Preisen handeln. Und das zu einem fairen Gebührenmodell, bei dem für Kleinstorders gar keine Marktplatzgebühren seitens der ­Börse anfallen.

Den regionalen Börsen in Deutschland ist vor etlichen Jahren das baldige Aus prophezeit worden. In Stuttgart hat die Börse ihre Zukunft in der Konzentration auf die lange Zeit vernachlässigten Privatanleger gesichert. Ähnliches wurde der Medienindustrie vorhergesagt. Auch hier wurde einmal die Tageszeitung als veraltete Informationsquelle empfunden. Die Börsen-Zeitung gibt es nun seit 70 Jahren, und es scheint, dass ihre Art der Berichterstattung noch lange nicht abkömmlich ist. Für beide gilt: Die Qualität der Kommunikation kommt auch der Qualität der Produkte zugute. Die Börse Stuttgart ist zu Recht DIE Privatanlegerbörse – mit gerne mal ein bisschen Punk dazwischen.

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