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Absatz der Fondsbranche fällt im Krisenjahr

Die deutsche Fondsbranche hat aus Sicht ihres Verbandspräsidenten Alexander Schindler ein „erstaunlich gutes Jahr“ absolviert. Mit 102 Mrd. Euro zeigt sich der Absatz robust, allerdings blieb die Branche damit hinter dem Vorjahr zurück. Während Publikums- und Spezialfonds gefragt waren, zogen Anleger Milliarden aus Mandaten ohne Fondshülle ab.

Die deutsche Fondsbranche hat im Coronajahr ein solides, aber rückläufiges Neugeschäft erzielt: Unterm Strich haben deutsche Anleger 102 Mrd. Euro in diverse Publikumsfonds, Spezialfonds und Mandate investiert und damit knapp 13% weniger als im Jahr zuvor, wie aus den Zahlen des deutschen Fondsverbands BVI hervorgeht. Damit hat die deutsche Branche mehr abgesetzt als in den Jahren 2016 und 2018, aber weniger als 2015, 2017 und 2019.

Ähnlich wie in den Vorjahren entfällt auf offene Spezialfonds mit netto 80 Mrd. Euro das Gros der Zuflüsse, doch auch Publikumsfonds haben mit 43 Mrd. Euro insgesamt einen hohen Absatz erzielt. Geschlossene Fonds trugen mit annähernd 5 Mrd. Euro nur einen kleinen Beitrag zum Nettoneugeschäft bei, während aus freien Mandaten, die ohne Fondsmantel verwaltet werden, netto 26 Mrd. Euro abflossen.

Es handele sich angesichts der Krise um ein „erstaunlich gutes Jahr“, sagte BVI-Präsident Alexander Schindler auf der digitalen Jahrespressekonferenz des Verbands. Die Branche habe eine „bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“ bewiesen, Privatanleger seien beim Kursrutsch im März „erstaunlich gelassen“ geblieben.

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