Kryptohandel

Bankhaus Scheich geht Krypto-Kooperation mit Hessen ein

Das Bankhaus Scheich ist der Partner der Wahl für den regulierten Kryptohandel. Mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt entwickelte der Finanzdienstleister einen rechtssicheren Prozess, um beschlagnahmte Bitcoins in Euro umzutauschen.

Bankhaus Scheich geht Krypto-Kooperation mit Hessen ein

lee Frankfurt

Gerade einmal eine Woche hat das Bankhaus Scheich benötigt, um im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Kryptoassets im Wert von rund 100 Mill. Euro abzuverkaufen, die im Rahmen von Ermittlungen der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) gegen eine Drogendealerbande beschlagnahmt worden war.

Die drei Beschuldigten waren im Juli zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die in Bitcoin und anderen Digitalwerten erbeuteten Erträge aus den kriminellen Geschäften waren im Rahmen der Hauptverhandlung in das Eigentum des Landes Hessen übergegangen. Um die Vermögensabschöpfung umzusetzen, galt es, die elektronisch gespeicherte Beute in Euro umzutauschen.

Marktzugang erforderlich

Kryptowährungen seien das Zahlmittel von Cyberkriminellen, sagt Oberstaatsanwältin Jana Ringwald: „Nicht nur ihre Sicherstellung erfordert ein professionelles Vorgehen, sondern auch ihre Verwertung.“ Auf der Suche nach einem Partner, der dazu nicht nur technisch in der Lage ist, sondern auch über den entsprechenden Marktzugang verfügt, wurde die Ermittlungsbehörde beim Bankhaus Scheich fündig.

Der lizenzierte Finanzdienstleister, der zu den letzten verbliebenen Parketthändlern an der Frankfurter Wertpapierbörse gehört, verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung als Marketmaker, Bereitsteller von Liquidität und Preisstellung im klassischen Wertpapierhandel. 2018 begann er, sich auf die Tokenisierung von Vermögenswerten und den außerbörslichen Handel mit digitalen Assets zu spezialisieren.

Um eine rechtliche Grundlage für die marktgerechte und regulierte Verwertung der digitalen Beute zu schaffen, schloss das Land Hessen im Dezember eine langfristige Rahmenvereinbarung mit dem Bankhaus Scheich ein. Beraten wurde sie dabei von der Frankfurter Steuer- und Wirtschaftskanzlei Ypog.

Hohe Liquidität

Für das Bankhaus Scheich war das Vorhaben nicht bloß eine juristische, sondern auch eine technische Herausforderung. „Eine solch große Menge an Kryptowährungen in kürzerer Zeit abzuverkaufen ist komplex und über die klassischen, auf Privatanleger fokussierten Plattformen nahezu unmöglich“, so Boris Ziganke, Mitglied des Vorstands des Wertpapierspezialisten. Dass dies gelungen ist, ohne Marktverwerfungen zu erzeugen, wertet er als Beleg für die hohe Liquidität und die führende Stellung des Bankhauses Scheich im Kryptohandel.

Die besondere Herausforderung des Projekts bestand auch darin, dass es nicht bloß galt, vergleichsweise liquide Bitcoins zu verwerten, sondern insgesamt zehn verschiedene Digitalwährungen, darunter auch Monero. Während Bitcoin und andere handelsübliche Digitalwährungen pseudonymisiert sind, die Besitzer also nicht zwingend unter ihrem Klarnamen damit handeln, ist Monero eine komplett anonymisierte Währung. Das macht sie attraktiv für Kriminelle, mindert jedoch ihre Fungibilität.

Um nicht in eine Geldwäscheproblematik zu geraten, handelt auch das Bankhaus Scheich in der Regel nicht mit anonymisierten Währungen. Für das Projekt mit der Generalstaatsanwaltschaft wurde in Absprache mit den Behörden eine Ausnahme gemacht, um die Verwertung der Beute zu ermöglichen. Außerdem entwickelten die Kooperationspartner einen Prozess, um die von darauf spezialisierten Dienstleistern wegen ihrer kriminellen Herkunft als „kontaminierte Coins“ identifizierten digitalen Assets wieder als „sauber“ zu deklarieren. „Gemeinsam haben wir eine rechtskräftige und effiziente Lösung entwickelt, um Transaktionen dieser Art schnell und ohne den Markt zu beeinflussen abwickeln zu können“, unterstreicht Nils von Schoenaich-Carolath, der das Projekt auf der Seite vom Bankhaus Scheich leitete.

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