Geldwäscheverdacht

Credit Suisse droht Anklage in der Schweiz

Die Aktivitäten ihres ehemaligen Kundenberaters Patrice Lescaudron haben für Credit Suisse womöglich ein juristisches Nachspiel. Ein Genfer Staatsanwalt wirft dem Institut schwere Geldwäsche vor.

Credit Suisse droht Anklage in der Schweiz

Bloomberg/lee Zürich

Credit Suisse steht erneut unter Geldwäscheverdacht. In einer Anhörung hat der oberste Genfer Staatsanwalt für Finanzkriminalität acht von ihm als schwere Geldwäsche eingestufte Transaktionen im Gesamtvolumen von mehr als 60 Mill. Dollar identifiziert. Die zwischen 2008 und 2014 getätigten Transaktionen wurden von Patrice Lescaudron veranlasst, einem ehemaligen Kundenberater von Credit Suisse, der 2018 wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, weil er unter anderem für den georgischen Milliardär Bidsina Iwanischwili gefälschte Portfolioauszüge ausgestellt hatte. Käme es zu einer Anklage, wäre es die zweite, die in der Schweiz gegen ein Schweizer Institut erhoben wurde. Auch die erste hatte Credit Suisse betroffen.

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