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Digitalexperte fürs Brokerage

Bei der Besetzung des Postens eines Deutschland-Chefs traf der niederländische Broker Bux im Herbst eine ungewöhnliche Wahl. Statt einem Industrieveteranen aus dem Trading schenkten sie dem Digitalexperten Nils-Hendrik Höcker das Vertrauen. Das...

Digitalexperte fürs Brokerage

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Bei der Besetzung des Postens eines Deutschland-Chefs traf der niederländische Broker Bux im Herbst eine ungewöhnliche Wahl. Statt einem Industrieveteranen aus dem Trading schenkten sie dem Digitalexperten Nils-Hendrik Höcker das Vertrauen. Das zeigt, dass die Uhren im Neobrokerage mit seiner digitalen Vermarktung möglicherweise anders ticken, als das noch vor 20 Jahren der Fall war, als letztmals im Zuge des Neuer-Markt-Booms ausländische Adressen nach Frankfurt strömten. Wobei, und das ist der nächste be­zeichnende Unterschied, Höcker von der Fintech-Metropole Berlin aus operiert – und dort auch ein Büro aufbaut, sobald es die pandemiebedingte Lage erlaubt. Die gemeinsame Präsenz mache nur Sinn, wenn das Büro auch ein Ort der Begegnung sei, sagt er.

Dabei reicht Höckers „dutch connection“ in seine Studientage zurück, die er in Groeningen verbrachte. Vor zehn Jahren sei er in den Zug gestiegen, um sich in Berlin mit den beiden Gründern von Delivery Hero zu treffen – und wurde vom Fleck weg als Marktanalyst engagiert. Damit war Höcker der erste Mitarbeiter einer Berliner Erfolgsgeschichte, wozu er mit der Begleitung von M&A-Prozessen beitrug. 2014 trieb er eine eigene Gründung voran, eine Fitness- und Ernährungs-App, das Projekt wurde aber mangels Investoreninteresse eingestellt – mit der Idee war man wohl zu früh dran. Dann fungierte er als Produkt- und Vertriebschef von Tiger Facility, die an Helpling verkauft wurde. Im Sommer 2019 traf er auf die Bux-Gründer.