Durchwachsene Zahlen der HVB
Die Halbjahreszahlen der HypoVereinsbank (HVB) zeigen, dass sich Deutschlands drittgrößte Geschäftsbank dem Branchentrend nicht entziehen kann. Die drei operativen Ertragssäulen schwächeln. Die Ergebnisse aus Zinsen, Provisionen und dem Handel sind rückläufig. Positive Sondereffekte aus aufgelösten Rückstellungen für Rechtsrisiken und Erlöse aus Immobilienverkäufen sorgten stattdessen dafür, dass die Münchner Tochter von Unicredit einen Gewinnschub erzielte. Ohne diese singulären Erträge hätte die HVB einen Ergebnisrückgang verbucht. Vor diesem Hintergrund fallen die Halbjahreszahlen des Kreditinstituts durchwachsen aus. Die HVB musste gut 70 Cent aufwenden, um 1 Euro an Ertrag zu erzielen. Vor einem Jahr brauchte sie dafür nur 66 Cent. Um ihre Effizienz in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld zu verbessern, wird die Bank weiter an der Kostenschraube drehen. Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier gibt dafür den Takt vor, muss er doch Italiens größte Geschäftsbank auf mehr Rendite trimmen, um die Anleger zu überzeugen.sck