Europas Immobilienmärkte schwächeln
Europäische Immobilienmärkte schwächeln
tl Frankfurt
Die Immobilienmärkte befinden sich in einer anhaltenden Schwächephase. Das zeigen die neuesten Gesamtrenditen (Total Return) der nicht börsennotierten Immobilienfonds, die deren Verband Inrev am Mittwoch veröffentlichte. Der Rückgang von 0,47% im zweiten Quartal (gemessen am Inrev Quarterly Fund Index) wurde vor allem durch den Kapitalverlust von 1,24% bestimmt. Es ist der vierte Rückgang in Folge, der sich damit auf −11,58% summiert. Am besten hat sich Großbritannien geschlagen. Unter den großen Staaten war die Gesamtrendite nur dort positiv, wenn auch nur minimal (0,08%). Am zweitbesten haben die Niederlande mit −1,29% abgeschnitten, immerhin eine deutliche Verbesserung zum Vorquartal (−3,61%).
Im Gegensatz dazu haben Deutschland und Frankreich mit −1,84% bzw. −1,63% im zweiten Quartal schlechter abgeschnitten als im ersten. Beide Länder litten insbesondere unter dem schlechten Abschneiden ihrer Büroimmobilien. Deren Renditen lagen bei −3,32% (Deutschland) und −2,45% (Frankreich), wurden aber noch von Großbritannien (−4,44%) und den Niederlanden (−3,49%) unterboten.
Das europäische Transaktionsvolumen hat sich im zweiten Quartal im Vergleich zum langfristigen Quartalsdurchschnitt um 38% reduziert (gemessen am MSCI Real Assets Index). Dies liege im Wesentlichen am Timelag zwischen Bewertung und Preisbildung am Markt.