Finanzinvestor EQT zieht an der Börse ab
wb Frankfurt – Das Emissionsvolumen beim Börsengang der Private-Equity-Gesellschaft EQT ist nach der vollständigen Ausübung des Green-shoe auf 13,5 Mrd. skr oder 1,3 Mrd. Euro gewachsen. Gestern notierte die Aktie in Stockholm um 31 % über dem Emissionspreis von 67 skr. Die Marktkapitalisierung ist damit auf knapp 7,9 Mrd. Euro geklettert. 21,1 % des Kapitals sind in den Streubesitz gelangt. EQT selbst flossen 542 Mill. Euro zu. Die Transaktion ist abgeschlossen, nachdem die SEB entschied, die Stabilisierungsphase nach acht Tagen zu beenden.Schon am ersten Handelstag (24. September) war die Aktie um 25 % geklettert. Das Angebot war den Angaben zufolge etwa zehnfach überzeichnet. Zu den Investoren zählen internationale und heimische institutionelle Investoren, doch auch Privatleute zeigten großes Interesse. EQT hat nun etwa 40 000 Aktionäre.Das IPO ist eines der größten einer Beteiligungsgesellschaft in Europa (vgl. BZ vom 13. September). Auch nach dem Börsengang bleibt die schwedische Wallenberg-Familie einer der größten EQT-Aktionäre. Investor AB hat nach eigenen Angaben einen begrenzten Teil ihrer EQT-Aktien für rund 1,6 Mrd. skr verkauft, nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption dürften es noch gut 17 % sein. Zuvor waren es 23 %. J.P. Morgan und SEB waren Koordinatoren und gemeinsam mit Goldman Sachs, Morgan Stanley, Nordea und UBS Buchführer.EQT will als börsennotierte Gesellschaft keine Quartalsberichte veröffentlichen, sondern nur nach sechs Monaten berichten und Jahresabschlüsse herausgeben. Seit dem IPO wird aber bei jeder Transaktion offengelegt, inwieweit die Mittel des investierenden Fonds in Anspruch genommen worden sind. Dies lässt Hinweise darauf zu, wann ein erneutes Fundraising ansteht.