BMH Hessen stockt Anteile auf

Leverest vor zweiter Finanzierungsrunde

Leverest plant die zweite Finanzierungsrunde. Der Ankerinvestor BMH Hessen bleibt an Bord. Mit dem frischen Geld plant das Corporate-Finance-Start-up den Markteintritt in die USA.

Leverest vor zweiter Finanzierungsrunde

Leverest vor zweiter Funding-Runde

BMH Hessen stockt Anteile auf – Expansion in die USA steht bevor

phh Frankfurt

Leverest bereitet sich auf seine zweite Finanzierungsrunde im kommenden Jahr vor. Nach Informationen der Börsen-Zeitung hat sich das Corporate-Finance-Start-up vor kurzem rund 3 Mill. Euro beschafft. Die zunächst als Wandeldarlehen zur Verfügung gestellte Finanzierung soll dann im Rahmen einer größeren Finanzierungsrunde Mitte nächsten Jahres in Eigenkapital gewandelt werden, bei der Leverest noch mal 3 bis 7 Mill. Euro einsammeln will.

Unterm Strich dürfte dem Start-up somit ein mittlerer siebenstelliger Betrag zufließen. Das Unternehmen könnte dann mit 25 bis 40 Mill. Euro bewertet werden, wie in Finanzkreisen zu hören ist. Leverest bestätigte die Funding-Pläne auf Nachfrage, wollte sich zur Finanzierungshöhe jedoch nicht äußern. Gründer Jan-Moritz Hohn betonte jedoch, dass auch ohne eine Finanzierungsrunde im neuen Jahr genügend Cash-Puffer vorhanden seien, um weit über zwölf Monate in Ruhe arbeiten zu können. Im kommenden Jahr will Leverest zudem erstmals durchgehend profitabel sein.

BMH Hessen bleibt bei Leverest an Bord

Das im Corona-Jahr 2020 gegründete Start-up versteht sich selbst als eine Mischung aus Software-Anbieter für Finanzierungsberater und Marktplatzbetreiber für Finanzinvestoren und Banken. Bei einer ersten Finanzierungsrunde im März 2022 hatte Leverest bereits einen niedrig einstelligen Millionenbetrag eingesammelt. Ankerinvestor war damals die Beteiligungsmanagementgesellschaft Hessen (BMH), die laut Hohn zusammen mit weiteren Bestandsinvestoren ihr Engagement nun aufgestockt habe.

Es seien aber auch drei neue Investoren an Bord gekommen, die Hohn zum jetzigen Zeitpunkt namentlich aber noch nicht nennen wollte. Es handle sich dabei aber um keinen institutionellen Venture-Capital-Investor, sondern um erfahrene Business Angels – ehemalige Banker und Private-Equity-Profis. Ob bei der geplanten Finanzierungsrunde im kommenden Jahr dann ein Venture-Capital-Investor einsteige, hänge vor allem davon ab, ob und wie er Leverest bei der geplanten Expansion in die USA helfen könne.

Leverest forscht an künstlicher Intelligenz

Nachdem das Start-up vor kurzem ein erstes Büro in London eröffnet hat, sollen die frischen Mittel dann dafür genutzt werden, um auch in den USA Fuß zu fassen. Für diesen Schritt sucht Leverest laut Hohn gerade auch noch einen erfahrenen Finanzprofi mit Vergangenheit im Investment Banking oder Private Equity und US-Hintergrund.

Das Geld soll aber auch in die Weiterentwicklung der Leverest-Technologie fließen. Denn auch das Start-up experimentiert schon länger mit künstlicher Intelligenz (KI). Eine entsprechende Kundenlösung soll laut Hohn im kommenden Jahr ausgerollt werden. Die KI unterstütze im Kreditprozess vor allem an drei Stellen: bei der automatischen Fehlerfindung, der Informationsaufbereitung und dem Kundensupport.

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