Versicherer-Börsengang

Aspen zieht New York London vor

Die Anzeichen verdichten sich: Der Finanzinvestor Apollo zieht für den Börsengang des Versicherers Aspen New York London vor. Für die London Stock Exchange ist das ein Rückschlag.

Aspen zieht New York London vor

Aspen plant IPO
in New York

Rückversicherer strebt Bewertung von 4 Mrd. Dollar an

hip London

Die Gerüchte verdichten sich: Der Finanzinvestor Apollo wird den Bermuda-Versicherer Aspen wohl in New York an die Börse bringen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise berichtet, wird eine Bewertung von 4 Mrd. Dollar angestrebt. Ausschlaggebend sei der schwindende Abstand der Bewertungen Londoner Versicherer im Vergleich zu an der Wall Street notierten Vertretern der Branche. Zudem müssten für ein Initial Public Offering (IPO) an der Themse die Geschäftszahlen für ein Jahr erneut geprüft werden, weil der Wirtschaftsprüfer gewechselt wurde. Die größere Liquidität am US-Markt habe ebenfalls eine Rolle gespielt.

Brit Group ging noch in London an den Markt

"Insurance Insider" hatte schon im September vergangenen Jahres berichtet, dass Aspen Investmentbanken für ein IPO in New York mandatieren will. Dem Blatt mit den lachsfarbenen Seiten zufolge lässt sich die Gesellschaft nun von Goldman Sachs, Citigroup und Jefferies beraten. Vor zehn Jahren hatte sich Apollo noch für London entschieden, als sie mit der Brit Group ein anderes Portfoliounternehmen aus der Versicherungsbranche an die Börse brachte.

Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in London

Für die London Stock Exchange ist die Entscheidung für New York ein Rückschlag. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter von Aspen sitzen in der britischen Metropole, wo sich Lloyds of London befindet, die weltgrößte Versicherungsbörse. Das Unternehmen ist unter anderem im E&S-Geschäft (Excess & Surplus) aktiv, das sich mit speziellen und komplexen Risiken befasst, die traditionelle Versicherer nicht zeichnen wollen.

Versicherer zieht es aufs Parkett

Apollo hatte Aspen 2019 für 2,6 Mrd. Dollar von der New Yorker Börse genommen und Mark Cloutier, der einst die Brit Group führte, als CEO installiert. Seitdem wurde das ehemals schwächelnde Geschäft neu aufgestellt. Vergangenen Monat sammelte Hamilton Insurance bei ihrem Debüt an der NYSE 225 Mill. Dollar ein. Skyward Specialty Insurance und Everest Group wagten dieses Jahr auch in New York den Sprung aufs Parkett.

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