Vorstandsumstellung

Vorstandspersonalie lässt Gerüchteküche brodeln

Karl von Rohr will seinen Vorstandsvertrag bei der Deutschen Bank nicht verlängern. Nun wird über eine mögliche Verkleinerung des Vorstands und ein zusätzliches Sparprogramm spekuliert.

Vorstandspersonalie lässt Gerüchteküche brodeln

Deutsche-Bank-Personalie nährt Spekulationen

Angeblich Diskussion über neues Kostensparprogramm

Bloomberg/lee Frankfurt

Die Deutsche Bank erwägt Medienberichten zufolge eine Verkleinerung ihres Vorstands, um Kosten zu sparen. Das Frankfurter Geldhaus könnte das Ausscheiden von Privatkundenvorstand Karl von Rohr zum Anlass nehmen, das Führungsgremium umzubauen und die Zahl der Mitglieder von derzeit zehn auf neun zu reduzieren, zitieren die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters anonyme Quellen. Zuvor hatte das “Handelsblatt” berichtet, dass das Institut noch in diesem Monat über die Nachfolge entscheiden wolle. Ein Sprecher des Instituts ließ die Berichte auf Anfrage der Börsen-Zeitung unkommentiert.

Die Verkleinerung des Vorstands könnte demnach Teil eines neuen Sparplans sein, der bei der Vorlage der Quartalszahlen am 27. April vorgestellt werden soll. Das Management diskutiere derzeit ehrgeizigere Kostenziele. Vorstandschef Christian Sewing hatte im Februar gesagt, er wolle mehr einsparen als die bislang angestrebten 2 Mrd. Euro, unter anderem durch den Abbau von Arbeitsplätzen und die Verkleinerung von Büroflächen.

Bevor sie an der Börse in den Sog der Krise rund um die Schweizer Großbank Credit Suisse Krise geraten war, hatte die Deutsche Bank hatte in den vergangenen Quartalen von der Erholung an den Aktienmärkten und steigenden Zinsen profitiert. In Folge der hohen Inflation und steigenden Personalkosten hatte sie zugleich Schwierigkeiten gehabt, die selbst gesteckten Kostenziele zu erreichen.