Warburg-Chef wehrt sich gegen Cum-ex-Vorwürfe
ski/ste Hamburg – Das Bankhaus M.M. Warburg & CO weist alle strafrechtlich relevanten Vorwürfe hinsichtlich umstrittener Aktiengeschäfte um den Dividendenstichtag (Cum-ex) vehement zurück. “Es hat im Zusammenhang mit diesen Wertpapiergeschäften zu keinem Zeitpunkt die Absicht einer Schädigung des Staates seitens unserer Bank gegeben”, sagt der Sprecher der Partner, Joachim Olearius, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Er fordert, in der Causa die Rolle der Depotbanken aufzuarbeiten. Warburg-Gesellschaften gehören in dem am 4. September in Bonn beginnenden ersten Cum-ex-Strafprozess zu den Verfahrensbeteiligten, ohne dass ihre Verantwortlichen angeklagt sind, aber es droht womöglich eine Vermögenseinziehung. Die Hamburger Privatbank hat wiederum die Deutsche Bank wegen pflichtwidrigen Verhaltens als Depotbank verklagt.Nach der jüngst vollzogenen Übernahme der Assetmanagementeinheit der Nord/LB will Warburg – auch “durch sinnvolle Zukäufe” – weiter wachsen und strebt dauerhaft eine Top-10-Position unter den Vermögensverwaltern in Deutschland an. Bis 2023 zielt Olearius auf Assets von 150 (Ende 2018: 87) Mrd. Euro inklusive Depotbankvolumen. – Im Gespräch Seite 3