Finanzmarktkalender17. November

VW stellt Investitionsplanung für nächste Fünfjahresperiode vor

Bei Volkswagen stehen Entscheidungen über Investitionen in den kommenden fünf Jahren an. Damit verbunden sind Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatzrenditen, vor allem bei der Kernmarke VW.

VW stellt Investitionsplanung für nächste Fünfjahresperiode vor

17. November

VW stellt Investitionsplanung für nächste Fünfjahresperiode vor

ste Hamburg

Bei Volkswagen stehen wie einmal im Jahr üblich die Entscheidungen über die Investitionen in den kommenden fünf Jahren an. Vor dem Hintergrund eines seit dem Frühjahr 2021 andauernden Abwärtstrends an der Börse – der Kurs der VW-Vorzugsaktie hat sich seitdem mehr als halbiert – wird sich der Aufsichtsrat am Freitag mit den Kalkulationen der Planungsrunde 72 befassen. Für den Zeitraum von 2024 bis 2028 steht eine Investitionssumme von erneut rund 180 Mrd. Euro im Raum.

Nicht zuletzt der am Kapitalmarkt kritisch bewertete hohe Kapitalbedarf für den Umbau des Unternehmens hat im Jahresverlauf auf den Aktienkurs gedrückt. Nach der jüngsten Planungsrunde hatte der Konzern im März Investitionen von 180 Mrd. Euro für die Periode von 2023 bis 2027 avisiert, von denen mehr als zwei Drittel in die Digitalisierung und Elektrifizierung fließen sollen. Der Anteil der Zukunftsinvestitionen am Gesamtbudget hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive erhöht: 2021 lag er für den anstehenden Fünfjahreszeitraum noch bei 56%, im Jahr davor bei 50%.

Marken müssen eigene Ergebnisprogramme entwickeln

Angesichts des enormen Investitionsbedarfs müssen die Marken des Konzerns eigene Ergebnisprogramme entwickeln, um ihre Renditeziele zu erreichen. Vor allem die Kernmarke VW Pkw, die sich bis 2026 eine Ergebnisverbesserung um 10 Mrd. Euro vorgenommen hat, um die im Wettbewerbsvergleich schwache Umsatzrendite von 3,4% in den ersten neun Monaten dieses Jahres bis 2026 auf 6,5% zu bringen, steht unter Druck. Zuletzt wurde im Ringen um Einsparungen ein vorläufiger Einstellungsstopp für die sechs VW-Werke in Niedersachsen und Hessen bekannt. Schon im September hatte sich die Marke auf Pläne für die Belegung der fahrzeugbauenden Standorte in Deutschland bis 2028 festgelegt.

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