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Adidas profitiert von Zahlen

Sehr fest zeigt sich am Dienstag im Dax Adidas nach der Vorlage von Quartalszahlen. Gemieden wurden hingegen MTU Aero Engines.

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MTU wegen Problemen der Konkurrenz gemieden – Bayer trotzen Quartalszahlen

ku Frankfurt

Vor den in der laufenden Handelswoche anstehenden Zinssitzungen der großen Notenbanken haben sich die Anleger an den Aktienmärkten spürbar zurückgehalten. Der Dax verzeichnete zum Handelsschluss ein kleines Plus von 0,1% auf 16.212 Punkte. Der Euro Stoxx 50 legte minimal um 0,2% auf 4.390 Zähler zu.

Händlern zufolge hoffen die Marktteilnehmer auf ein baldiges Ende der Leitzinserhöhungen der Notenbanken. Allerdings belaste, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex als einer der wichtigsten deutschen konjunkturellen Frühindikatoren im Juli den dritten Monat in Folge gefallen ist. Dies deutet auf eine weitere konjunkturelle Eintrübung hin. Der Index fiel gegenüber Vormonat um 1,3 Punkte auf 87,3 Zähler. Gemäß der Konsensschätzung war lediglich mit einem moderaten Rückgang auf 88 Punkte gerechnet worden. “Die Lage der deutschen Wirtschaft verdüstert sich”, warnte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Im Dax in Szene setzen konnten sich Adidas mit einem Aufschlag von 3,8% auf 181,50 Euro. Der Titel profitierte davon, dass das Management die Prognose angehoben hat. In der Spitze kletterte die Aktie auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Positiv wird am Markt bewertet, dass sich die Nachwirkungen der fehlgeschlagenen Kooperation mit dem amerikanischen Rapper Kanye West in Grenzen halten. Die noch vorhandenen Restbestände werden schneller abgebaut als erwartet.

Eine negative Überraschung gab es von dem Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer, der sein Gewinnziel senkte und dies mit dem Preisverfall für das Herbizid Glyphosat begründete. Zu Handelsbeginn gab der Kurs bis auf 49,82 Euro nach, erholte sich dann aber deutlich und ging mit einem kleinen Plus von 0,5% zu 51,73 Euro aus dem Handel. Marktteilnehmer sagten, es sei zwar mit einer Gewinnwarnung gerechnet worden, allerdings habe das Ausmaß überrascht. Das vorgelegte Ergebnis sei Wasser auf die Mühlen derjenigen Investoren, die auf eine Aufspaltung des Konzerns drängen.

Einen deutlichen Kursrückgang hatte die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines hinzunehmen. Die Aktie verbilligte sich um 7% auf 213 Euro. Belastet hat am Dienstag, dass der amerikanische Wettbewerber Pratt & Whitney, der zum Rüstungskonzern Raytheon gehört, von einem Problem mit den Triebwerken für das Airbus Modell A320 Neo berichtet. Es gibt Probleme mit einem Pulvermetall, das zur Herstellung bestimmter Motorenteile verwendet wird. Dies erfordere eine beschleunigte Inspektion der gesamten Flotte. Das Management von MTU wird jetzt am Mittwoch seine Quartalszahlen vorlegen. Im frühen US-Handel hatten Raytheon einen Kurssturz von fast 14% hinzunehmen.

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